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Wie die Ukraine einen Soldaten per Drohne rettete
Der Ukraine ist eine spektakuläre Mission gelungen: Erstmals wurde ein verwundeter Soldat aus dem Frontgebiet mit einer Drohne ausgeflogen. Im ARD-Interview berichtet er, wie er seine Rettung erlebte.
Fast 500 Tage hat Kostjantyn Wlassenko in einer Stellung an der Front ausgeharrt. Bei einem russischen Drohnenangriff im Februar wurde sein einziger Kamerad getötet, Wlassenko wurde schwer verwundet.
Er überlebte, indem er sich selbst beide Beine amputierte, erzählt er der ARD in einem Interview. "Im April ist mein linkes Bein abgestorben, weil es voller Splitter war. Und im Mai habe ich mir das rechte Bein abgeschnitten, weil es mich bei der Fortbewegung störte."
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit Raketen beschossen. Es gibt mehrere Verletzte.
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Ganz allein auf sich gestellt suchte Wlassenko in den Trümmern eines Gebäudes Schutz. Wasser, Lebensmittel, Medikamente und sogar sein Lieblingsbuch lieferte ihm seine Einheit per Drohne. Jeder Tag dort kam dem Soldaten wie eine Ewigkeit vor.
"Die Zeit steht still. Ich denke, dass eine Stunde vergangen ist, während ich versucht habe, mir irgendwelche Dinge in den Kopf zu hämmern - irgendwelche Kindheitserinnerungen, Gedanken an meine Frau, an mein Kind", erzählt Wlassenko. "Während ich also denke, dass eine Stunde vergangen ist, schaue ich auf die Uhr und sehe, dass erst eine Minute rum ist. Das war das Schwierigste."
Schließlich fanden seine Kameraden einen Weg, Wlassenko aus seiner Lage zu befreien und ihn in Sicherheit zu bringen. Nun im Oktober ist es ihnen gelungen, Wlassenko mit einer Drohne auszufliegen.
Zwei Monate hatte die Einheit gemeinsam mit dem ukrainischen Rüstungsunternehmen Gurzuv Defence die Mission geplant. Das Unternehmen produziert große Drohnen. Mit ihnen werden Ziele angegriffen und ausgespäht, aber sie werden auch für logistische Zwecke eingesetzt. Und nun wurde auch zum ersten Mal ein Mensch damit evakuiert.
Eine sehr gefährliche Mission, erzählt Ivan, ein Sprecher des Drohnenherstellers. "Wir sind über ein Gebiet geflogen, in dem ständig Kampfhandlungen stattfinden. In der Luft patrouillieren und fliegen Dutzende feindlicher Drohnen."
Unter den Freigelassenen sind auch ukrainische Soldaten, die für tot gehalten wurden.
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