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ING: Details zum neuen Altersvorsorge-Depot und den Kosten
von Carsten Knobloch
26. Okt. 2026 |
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Ab 2027 soll das staatlich geförderte Altersvorsorge-Depot starten und die bisherige Riester-Rente ablösen beziehungsweise ergänzen. Die ING hat nun erste Details dazu vorgestellt, wie das Angebot bei der Bank aussehen wird, welche Varianten geplant sind und welche Kosten auf Sparer zukommen.
Beim Thema Gebühren geht die Direktbank in die Offensive. Die ING verzichtet nach eigenen Angaben komplett auf eigene Depotführungsgebühren, Ausführungsgebühren für Sparpläne sowie Ordergebühren bei Einmalzahlungen und Umschichtungen. Auch ein späterer Wechsel zu einem anderen Anbieter soll kostenfrei bleiben. Wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, soll diesen im Laufe des kommenden Jahres kostenlos zur ING übertragen können. Nice.
Anleger zahlen unterm Strich also lediglich die reinen Produktkosten der ausgewählten Wertpapiere (TER zzgl. Transaktionskosten).
Die Bank stellt künftig zwei unterschiedliche Modelle zur Auswahl:
* Altersvorsorge-Depot Relax: Eine automatisierte Variante, bei der in zwei von der ING ausgewählte ETFs investiert wird. Die Aufteilung lässt sich anpassen. Vor dem Renteneintritt schichtet die Bank automatisch schrittweise von Aktien in risikoärmere Anleihen um. Die laufenden Produktkosten liegen hier bei 0,2 Prozent pro Jahr (zzgl. Transaktionskosten).
* Altersvorsorge-Depot Aktiv: Wer lieber selbst entscheidet, wählt aus über 1.000 verfügbaren ETFs und Fonds. Die Kosten hängen von den gewählten Papieren ab und starten laut Bank ab 0,03 Prozent pro Jahr.
Das Altersvorsorge-Depot richtet sich nicht mehr nur an klassische Angestellte, sondern auch an Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke. Der Sparplan lässt sich ab 10 Euro im Monat besparen.
* Grundzulage: Auf die ersten 360 Euro Einzahlung pro Jahr gibt es 50 Prozent Zulage (maximal 180 Euro). Für weitere Einzahlungen bis 1.800 Euro fließen 25 Prozent Zuschuss (maximal 360 Euro). Insgesamt sind somit bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr möglich.
* Kinderzulage: Bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr (100 Prozent auf jeden eingezahlten Euro).
* Berufseinsteiger-Bonus: Wer vor dem 25. Geburtstag einsteigt, erhält einmalig 200 Euro extra.
Während der Ansparphase fallen weder Abgeltungsteuer noch die jährliche Vorabpauschale an. Die Erträge werden erst in der Auszahlungsphase nachgelagert versteuert. Die maximal förderfähige Einzahlungssumme liegt bei 1.800 Euro pro Person, insgesamt sind bis zu 6.840 Euro pro Vertrag und Jahr möglich. Ihr merkt schon, da muss man mal selbst noch ein bisschen tüfteln und rechnen. Für viele dürfte das dennoch besser als das Riester-Gedöns sein - so kommt man vielleicht noch lecker aus der Nummer raus.
Zu Rentenbeginn können sich Sparer bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals auf einen Schlag auszahlen lassen. Der verbleibende Betrag wird als regelmäßige monatliche Auszahlung mindestens bis zum 85. Lebensjahr ausgezahlt.