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Silent Hill: Warum Konami seine Entwicklerstudios bewusst im Dunkeln ließ
Um kreative Freiheit zu wahren und Überschneidungen zu verhindern, wussten die Teams der neuen Horror-Ableger nichts von den parallelen Projekten.
Konami hat Silent Hill wieder mit neuen Titeln zum Leben erweckt. Dabei hat das japanische Unternehmen verschiedene Entwicklungsstudios, die anderen Silent-Hill-Spiele entwickelt haben, bewusst im Dunkeln gelassen. Teilweise erfuhren die Teams erst durch die offiziellen Ankündigungen von den anderen Projekten. Dahinter soll eine bewusste Entscheidung stehen, um sich gegenseitig nicht bei der Entwicklung beeinflussen zu können.
Laut VideoGamesChronicle äußerte sich Jon McKellan, Gründer von Screen Burn und Director von Silent Hill: Townfall, auf der MCM London Comic Con: "Von vielen dieser Projekte haben wir erst erfahren, als sie offiziell angekündigt wurden – also zur gleichen Zeit wie alle anderen."
"Okamoto-san, der Produzent der Reihe, legte großen Wert darauf, dass sich die einzelnen Projekte nicht gegenseitig beeinflussen und möglichst wenige Kompromisse eingegangen werden mussten."
Weiter führte er aus: "Soweit ich weiß, war die Vereinbarung, dass er und sein Team sämtliche Inhalte aller Spiele überprüfen würden. Sollten sie dabei feststellen, dass etwas, woran wir arbeiteten, einem anderen Projekt möglicherweise zu ähnlich war, würden sie eingreifen und uns darauf hinweisen, dass wir unsere Richtung vielleicht etwas ändern sollten."
"Dabei hätten sie uns nicht unbedingt verraten, worum es sich genau handelt, sondern lediglich gesagt: 'Es gibt ein anderes Projekt, das etwas Ähnliches macht. Vielleicht solltet ihr euch deshalb lieber in eine andere Richtung entwickeln.'“
McKellan empfand die Geheimhaltung von Konami nicht als eine Einschränkung, sondern eher als einen Vorteil. Die einzelnen Studios konnten so ihre eigenen Ideen entwickeln, ohne sich ständig mit anderen Projekten abstimmen zu müssen.
Er erklärte: "Wir wurden also gewissermaßen im Dunkeln gelassen, was für mich als Fan sogar ziemlich aufregend war, weil wir nicht allzu viel hinter die Kulissen schauen konnten."
"Wir durften Silent Hill f ein paar Monate vor der Veröffentlichung sehen. Allerdings unterscheiden sich Silent Hill f und Townfall hinsichtlich ihres Spielerlebnisses und ihrer Schauplätze so stark voneinander, dass praktisch keine Gefahr bestand, dass sich die beiden Spiele überschneiden würden."
"Wir wurden also im Unklaren gelassen, allerdings auf eine positive Art und Weise. Es fühlte sich nicht so an, als müssten wir uns einem größeren Plan unterordnen. Es war nicht wie bei einer Marvel-Phase, in der es heißt: 'Kennt euren Platz und bleibt innerhalb dieser Grenzen.' Stattdessen hatten wir während unserer Arbeit die Freiheit, unsere eigenen Ideen umzusetzen."