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Russland und Ukraine beginnen Waffenruhe für Frontstadt Oleschky
Seit Jahren ist die von Russland besetzte Stadt Oleschky in der Ostukraine umkämpft. Trotzdem leben dort noch bis zu 2.000 Menschen. Damit sie Hilfe bekommen, gilt jetzt eine Feuerpause. Andernorts gehen die Angriffe weiter.
Am Ende hatten sich sogar der Papst und - nach Angaben der US-Regierung - First Lady Melania Trump für eine humanitäre Feuerpause eingesetzt. Jetzt ist sie da: Die Streitkräfte Russlands und der Ukraine lassen lokal begrenzt die Waffen schweigen, um eine Hilfsaktion für die Frontstadt Oleschky im russisch besetzten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson zu ermöglichen.
Beide Seiten bestätigten den Start der Feuerpause. Das russische Verteidigungsministerium erklärte auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, der Beschuss in Richtung der ukrainischen Stadt Cherson, die gegenüber von Oleschky auf der anderen Seite des Flusses Dnipro liegt, sei ab 04:00 Uhr Moskauer Zeit eingestellt worden.
Der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez, bestätigte auf Facebook den Beginn der Waffenruhe. "Als Leiter des ukrainischen Verhandlungsteams erkläre ich, dass die ukrainische Seite ihren Verpflichtungen nachkommt", schrieb er.
Im September hatte die ukrainische Armee diese Aufnahme aus Oleschky veröffentlicht. Damals stieg Rauch aus einem Wohngebiet auf.
Während der mehrtägigen Waffenruhe werden Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner geliefert. Geschaffen werden soll auch ein humanitärer Korridor, damit die Menschen die Region entweder in Richtung Russland oder Ukraine verlassen können.
Weil die an der Frontlinie gelegene Kleinstadt Oleschky vollständig vermint ist, setzten die ukrainischen Streitkräfte zeitweise Drohnen ein, um Hilfsgüter dorthin zu schaffen. Viele der unbemannten Fluggeräte wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen. Nach der Vereinbarung sollen nun Minen geräumt werden, um einen sicheren Hilfskorridor zu schaffen. Die Evakuierung soll in den kommenden Tagen beginnen.
Oleschky ist seit 2022 von Russland besetzt. Von den ursprünglich rund 24.000 Einwohnern sollen sich nach Schätzungen noch 1.500 bis 2.000 Menschen in der schwer beschädigten Stadt aufhalten. Frühere Bewohner hatten der Nachrichtenagentur AFP Anfang des Jahres berichtet, dass die in der Stadt verbliebenen Menschen hungerten, es ihnen an Medikamenten fehle und sie die Stadt nicht ohne Weiteres verlassen könnten.
Seit Mai leben die Menschen in Oleschky von Vorräten und dem, was sie im Sommer geerntet haben.
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Papst Leo XIV. hatte in einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin um Hilfe für Oleschky gebeten. Das Weiße Haus in Washington sagt, die humanitäre Feuerpause gehe auf eine eigene Initiative zurück. Nach Darstellung der Regierung vermittelte Melania Trump die lokale Waffenruhe. Sie habe die Gespräche angestoßen und gemeinsam mit einem Vertreter direkt mit der russischen und der ukrainischen Führung über die Bedingungen verhandelt.