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Nacon Revo PC & Xbox Max im Test: Features und Extras statt Freiheit
Kabellose Freiheit ist eigentlich selbstverständlich. Nicht so hier: Nacon tauscht sie in der Revo-Max-Serie gegen Features, darunter verstellbare Thumbsticks. Das ist zumindest ein interessantes Angebot. Ob es am Ende auch ein guter Deal ist, klärt der Test.
In der Vorstellung liegen die Karten eindeutig. Nacon baut ein Gamepad, das teure Komponenten wegstreicht und die Ressourcen auf die übrigen Features umverteilt. Für 70 Euro lässt das einiges erwarten. Diese Erwartungen erfüllt Nacon jedoch nur teilweise.
Kein Akku, nur ein drei Meter langes Kabel, das macht den Gedanken des Revo Max aus. Das Xbox-Layout wird dafür, vor allem gegenüber dem Standard-Controller, aufgewertet. Hall-Effect-Technik, zwei Paddles, sperrbare Trigger und Mikrotaster gibt es jedoch auch von günstigen Mitbewerbern – und Funk obendrein.
Joker soll und muss für den Nacon-Controller deshalb die Möglichkeit sein, den Widerstand der Thumbsticks mechanisch anzupassen. Wie schwer oder leicht sie sich bewegen lassen, ist eine Frage der Drehung, und zwar derjenigen ihrer Einfassung, die zum „Steuerring“ wird. So lässt sich der physische Widerstand zwischen 40 und 120 Gramm ändern.
Zweite Säule des Controllers ist die Konfiguration ohne App. Alle Funktionen laufen direkt über das Eingabegerät. Darunter fällt die Möglichkeit, die Totzone der Sticks abzuschalten, vordefinierte, im Handbuch abgebildete Reaktionskurven auszuwählen und Paddles in mehreren Profilen zu programmieren. Nur eigene Kurven lassen sich so logischerweise nicht erstellen.
Daten überträgt die Serie immer mit 1.000 Hz an den PC, die Xbox-Version arbeitet an der Konsole mit 250 Hz. Der Unterschied zwischen Revo PC Max und Revo Xbox Max bleibt ansonsten minimal. Die Konsolen-Version hat für 10 Euro Aufpreis Vibrationsmotoren für die Trigger und einen Demo-Monat Game Pass im Gepäck. Damit liegt das Pad im Marktumfeld genau zwischen GameSir Cyclone 2 und dem G7 Pro 8K – oder auf dem Niveau des G7 Pro.
Der Revo Max mag aussehen wie ein Standardcontroller, fühlt sich aber trotz ähnlicher Abmessungen in subjektiver Erfassung 10 bis 20 Prozent größer an. Dadurch liegt er klobiger in der Hand, zumindest beim Tester mit Filigrangreifern. Größere Hände dürften sich über die Form freuen – man hat etwas in der Hand.
Darunter steckt ein völlig akzeptabler Controller, aber nur teilweise etwas Besonderes. Die unaufgeregt akzeptablen Schultertasten etwa geben solide taktile Klicks. Dass sie etwas unbequemer zu erreichen sind, kann auf die Großhandform zurückgeführt werden, zu der auch der höhere Widerstand der Trigger passt. Stichwort Akku-stik. Tonal sind die ziemlich hellen Klicks fast schon enttäuschend, berücksichtigt man den entfallenen Stromspeicher. Ein Cyclone 2 klingt mit satteren Klicks hochwertiger.
Ein wenig versucht das Marketing mitzuhelfen. Das drei Meter lange Kabel stelle Bewegungsfreiheit sicher, heißt es etwa. Na ja, schon, aber es ist immer noch im Weg. Taktile Micro-Switches sollen „sofortige Reaktionsfähigkeit bieten“, schreibt Nacon weiter. Na ja, schon, aber es bedarf einer Einordnung. Das knackig-klare Feedback ist ein Upgrade, die Reaktionsfreudigkeit höher, während der kurze noch wahrnehmbare Hub auch zu entspannterem Spielen beiträgt. Das gefällt, damit lässt sich etwas anfangen. Es geht aber sowohl noch mehr als auch weniger „sofortig“, denn Microtaster sind nicht alle gleich. Der Nacon-Mittelweg trifft aber gut ins Schwarze.
Die Sticks mausern sich zum besten Part des Revo-Pads. Die verstellbare Empfindlichkeit trägt dazu bei. Änderungen könnten „sofort“ erfolgen, „um den Vorteil zu behalten“, textet Nacon hier. Als ob im Spiel permanent umgestellt wird, als ob sich daraus unmittelbare Gewinne ergäben. Einzelfälle im kompetitiven Bereich möglicherweise ausgenommen, tun sie das zwar grundsätzlich, aber für den Normalnutzer eher im Bereich Komfort – schön, dass es diese Möglichkeit des Feintunings gibt, die Offenbarung bleibt aus. Am Ende steht doch wieder etwa der Widerst