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Rockstar-Mitarbeiter stimmen im Zeitraum des GTA-6-Launchs über Anerkennung der Gewerkschaft ab
Im November entscheidet sich, ob die größte Arbeitnehmervertretung der britischen Spielebranche entsteht – begleitet von einem brisanten Rechtsstreit.
Der Termin steht: Die Belegschaft von Rockstar Games stimmt demnächst darüber ab, ob das Studio ihre Entwickler-Gewerkschaft offiziell anerkennt. Hat das Vorhaben Erfolg, entsteht damit die größte anerkannte Gewerkschaft in der gesamten britischen Games-Branche.
Die Abstimmung läuft vom 12. bis zum 26. November, wie auch Beiträge in den sozialen Medien zeigen. In diesem Zeitraum entscheiden die Angestellten von Rockstar Games, ob das Studio künftig formell mit der Rockstar Game Workers Union verhandelt und sie bei Mitarbeiterbelangen offiziell vertritt. Bemerkenswert ist dabei das Timing: Die Abstimmung rahmt den Release von Grand Theft Auto 6 ein. Zudem erklärte Rockstar-Publishing-Chefin Jennifer Kolbe erst kürzlich gegenüber Bloomberg: „Wir gehen dorthin, wo das Team hingeht. Wenn sie eine Gewerkschaft wollen, bekommen sie auch eine.“
Die Ankündigung fällt mitten in den Rechtsstreit zwischen Rockstar und der Gewerkschaft Independent Workers of Great Britain. Hintergrund ist die mutmaßlich unrechtmäßige Kündigung von über 30 Angestellten. Die Gewerkschaft wirft dem Studio gezieltes Union Busting vor. Rockstar rechtfertigt den Rauswurf dagegen mit schwerem Fehlverhalten: Die Betroffenen sollen vertrauliche Informationen auf einem Discord-Server der Gewerkschaft geteilt haben.
Eigentlich sollte das Verfahren bereits abgeschlossen sein. Weil sich die Verhandlung jedoch in die Länge zog, >verschiebt sich das Finale nun auf den 17. und 18. November.
Fest steht: Auf Rockstar und die Belegschaft wartet ein wegweisender November. Es könnte also gut sein, dass die Entwickler des Branchenriesen bis Dezember gleich doppelt Grund zum Feiern haben – mit einer eigenen gewerkschaftlichen Vertretung im Rücken und einem epochalen Blockbuster-Release. Drücken wir die Daumen.