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Skydance schafft Homeoffice ab und bietet nach WB-Fusion freiwillige Abfindungen an
Der neue Konzernriese verordnet eine strikte Fünf-Tage-Woche vor Ort. Auch Entwickler von Mortal Kombat oder Hogwarts Legacy könnten betroffen sein.
Skydance – der neu gegründete Firmen-Megazord aus Warner Bros. und Paramount – holt seine Belegschaft komplett ins Büro zurück. Für alle Angestellten gilt ab sofort eine strikte Fünf-Tage-Woche vor Ort. Parallel zum Start der Firmenfusion bietet das Unternehmen freiwillige Abfindungsprogramme an.
Das Unternehmen entstand Anfang des Monats nach der viel diskutierten 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. durch Paramount. Beide Konzerne verschmolzen dabei miteinander. Die Führung übernimmt ab sofort ein neu aufgestellter Vorstand. Zu den Mitgliedern zählen der ehemalige britische Premierminister Tony Blair (in beratender Funktion), die Philanthropin Laurene Powell und der frühere Activision-CEO Bobby Kotick.
In einer internen E-Mail, die Vertical Slice vorliegt, erklärten CEO David Ellison und Co-CEO Ynon Kreiz, dass die Zusammenarbeit vor Ort für die Zukunft des Unternehmens "essenziell" sei.
„Gerade in einem kreativen Unternehmen wie unserem entstehen die besten Ideen, wenn die Leute im selben Raum sitzen, Perspektiven austauschen, sich gegenseitig herausfordern und gemeinsam Probleme lösen“, heißt es in der Mail. „Es geht bei der Präsenzpflicht nicht einfach nur um bloße Anwesenheit. Wir wollen uns gegenseitig inspirieren, voneinander lernen und uns unterstützen. Es geht darum, Freundschaften zu knüpfen und Raum für jene spontanen Gespräche zu schaffen, aus denen oft großartige Dinge hervorgehen.
Vor diesem Hintergrund führen wir bei Skydance flächendeckend eine Fünf-Tage-Woche im Büro ein. Wir sind fest davon überzeugt, dass dies das Beste für unser Unternehmen und unsere Leute ist. Wir haben die positiven Effekte bei Paramount aus erster Hand erlebt und möchten, dass nun alle Teile von Skydance davon profitieren.“
Das Angebot für freiwillige Abfindungen – also die Möglichkeit, das Unternehmen mit einem finanziellen Puffer zu verlassen – wurde derweil als „einmalige Chance“ bezeichnet. Bislang ist allerdings unklar, welche Teams innerhalb von Skydance dieses Angebot überhaupt in Anspruch nehmen dürfen.
Skydance umfasst nun auch die Gaming-Studios, die einst zu Paramount und Warner Bros. gehörten. Dazu zählen Entwickler wie Netherrealm (Mortal Kombat), Portkey Games (Hogwarts Legacy), Avalanche Software (nicht zu verwechseln mit den Avalanche Studios), die Paramount Games Studios sowie diverse weitere WB-Teams. Ob auch den Entwicklern dieser Studios die freiwillige Abfindung angeboten wurde, ist aktuell ebenso unklar wie die Frage, ab wann dort die neue Präsenzpflicht gilt.
Skydance ist nicht das einzige Unternehmen, das aktuell auf freiwillige Abfindungen setzt. Erst diese Woche unterbreitete Microsoft 60.000 Angestellten exakt dieses Angebot – das entspricht rund 25 Prozent der gesamten Belegschaft. Dieser Schritt erfolgt inmitten massiver Entlassungswellen bei Xbox und einer groß angelegten KI-Offensive. Letztes Jahr holte zudem EA seine Mitarbeiter zurück ins Büro. Der CEO argumentierte damals, die Arbeit vor Ort erzeuge „eine kinetische Energie, welche die Kreativität antreibt.“