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Optionales Oktober-Update: Windows 11 erhält das kompaktere und schnellere Kontextmenü
Microsoft hat das optionale Oktober-Update für Windows 11 26H2 und 25H2 (KB5127936) veröffentlicht. Zu den neuen Funktionen zählt das überarbeitete Kontextmenü, das übersichtlicher gestaltet ist und sich von den Nutzern nach Wunsch anpassen lässt.
Microsoft befreit das Kontextmenü insbesondere von Ballast, indem sich die dargestellten Inhalte deutlich reduzieren lassen. So können Nutzer nun auswählen, ob Funktionen wie „Verknüpfung erstellen“, „Als Pfad kopieren“ oder das Drehen von Bildern im Kontextmenü erscheinen. Ebenso lassen sich App-Erweiterungen auf Wunsch in einem Unterpunkt sammeln.
Die horizontal angeordneten Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren und Einfügen können Nutzer ab jetzt wieder als Liste darstellen lassen. Microsoft kehrt damit ein bisschen zu Windows 10 zurück. Die Kontextmenü-Optionen finden sich in den Einstellungen im Bereich Personalisierung.
Der bisherige „Wildwuchs“ bei Windows 11 – Microsoft selbst sprach von „Clutter“ – ist dem Konzern zufolge nicht nur ein visuelles Problem. Jeder zusätzliche Eintrag verlangsamt das Kontextmenü, weil jede hinzugefügte App beim Öffnen zusätzliche Arbeit verursacht. Das aufgeräumte Kontextmenü ist also auch eine der Baustellen, die Microsoft angeht, um Windows 11 im Alltag zu beschleunigen.
Das optionale Oktober-Update erhält zudem noch eine Liste an weiteren Neuerungen. Mit Cloud Rebuild gibt es eine neue Option, um einen PC wiederherzustellen. Dabei wird ein Windows-Image verwendet und die Treiber werden über Windows Updates heruntergeladen. Lässt sich ein System nicht mehr starten, ist ein Cloud Rebuild auch über WinRE möglich. Beim Bereinigen der Laufwerke kann diese Wiederherstellungsoption auch die Löschfunktion eines Laufwerks nutzen, um Daten dauerhaft zu entfernen. Administratoren können den Prozess aus der Ferne anstoßen.
Kleine Verbesserungen gibt es beim Datei-Explorer. Die Suchergebnisse bieten nun bei zentralen Datei-Informationen wie Name, Standort und Datum ein einheitliches Layout, damit sie leichter zu erfassen sind. Und die Ordneroptionen unterstützen jetzt den Dark Mode.
In den Einstellungen verbessert Microsoft die Privatsphäre-Optionen. Die Datenschutz-Einstellungen für Kamera, Microsoft und Standort sind jetzt gruppiert, sodass sich relevante Informationen zentraler abrufen lassen.
Wie angekündigt, wird nun auch die Speicherintegrität (HVCI) automatisch eingeschaltet, sofern Nutzer diese bislang nicht aktiviert und bewusst keine Auswahl dazu getroffen haben. HVCI bietet mehr Sicherheit, kann aber Gaming-Leistung kosten. Bei neu installierten Windows-11-Systemen sollte es ohnehin aktiviert sein. Haben Nutzer HVCI danach selbst ausgeschaltet, sind sie von dieser Änderung ebenfalls nicht betroffen.
Eine Übersicht aller Neuerungen findet sich in der Dokumentation zu dem Update.
Wie bei den optionalen Updates üblich, müssen Nutzer die Installation selbst anstoßen. Das geht über die Option „Erhalten Sie die neuesten Updates, sobald sie verfügbar sind“.