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Mac Studio mit M5 Ultra: 512 GB RAM und 16-TB-SSD kosten mehr als ein VW Golf
Zur Ankündigung des neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra stand die größte Konfiguration mit 512 GB RAM noch nicht zur Auswahl, auch der Preis war im August noch nicht bekannt. Parallel zur Ankündigung des MacBook Pro mit OLED und Touch ist dies nun aber der Fall. Der Aufpreis von 256 GB auf 512 GB beträgt 12.650 Euro.
Apple hatte schon zur Vorstellung des neuen Mac Studio im August erklärt, dass die größte Speicherkonfiguration im Oktober nachgereicht werden solle. Das hat das Unternehmen jetzt ohne größere weitere Ankündigung im Apple Store umgesetzt.
512 GB Unified Memory, der als „RAM“ allen Komponenten des Prozessors zur Verfügung steht, lassen sich ausschließlich für den Mac Studio mit M5 Ultra auswählen. Und selbst beim M5 Ultra muss es die größte Konfiguration mit 36-CPU- und 80-GPU-Kernen sein, denn die kleinere Variante mit 64-Kern-GPU ist auf maximal 256 GB beschränkt.
Standardmäßig kommen alle Mac Studio mit M5 Ultra mit 96 GB RAM, das Upgrade auf das bisherige Maximum von 256 GB kostet 4.400 Euro. Für weitere 12.650 Euro lassen sich jetzt aber auch 512 GB auswählen. Der Preis des Mac Studio steigt dadurch mit der standardmäßig verbauten 1-TB-SSD auf 25.079 Euro.
Apple bietet aber auch größere SSD-Module an, die von 2 TB für 550 Euro über 4 TB für 1.650 Euro und 8 TB für 3.850 Euro bis hin zu 16 TB für 8.250 Euro reichen. Der Mac Studio mit M5 Ultra, 512 GB RAM und 16-TB-SSD kostet 33.329 Euro. Das ist mehr, als VW für das Golf-Basismodell aufruft. Diese Version soll innerhalb von zehn bis zwölf Wochen ausgeliefert werden.
Mit langen Lieferzeiten müssen Interessenten derzeit aber grundsätzlich bei größeren RAM-Konfigurationen des Mac Studio rechnen: Mit M5 Ultra, „lediglich“ 256 GB RAM und kleinerer Basis-SSD gibt Apple derzeit sogar 13 bis 15 Wochen Lieferzeit an. Schneller geht es mit den standardmäßig beim M5 Ultra verbauten 96 GB RAM, dann soll der Rechner bereits Mitte Dezember lieferbar sein. Wer auf den M5 Ultra verzichtet und auch mit dem kleineren M5 Max auskommt, kann den Mac Studio sofort bekommen.
512 GB Unified Memory sind vor allem dann nützlich, wenn sehr große Datenmengen gleichzeitig verfügbar sein müssen: Weil sich CPU und GPU diesen Speicher teilen, können umfangreiche Arbeitslasten direkt im Arbeitsspeicher bleiben, statt Daten ständig zwischen SSD-Speicher und Recheneinheiten zu verschieben. Ein konkretes Beispiel ist vor allem die lokale KI-Entwicklung: Große Sprachmodelle lassen sich damit vollständig auf dem Mac ausführen und testen, ohne sie in kleinere Teile aufzuteilen oder auf einen Cloud-Dienst auszulagern. Auch bei der Videoproduktion können mehrere hochauflösende 8K-Projekte, große Effekte und umfangreiche Farbkorrekturen parallel bearbeitet werden; ebenso profitieren Forschung und 3D-Arbeit von riesigen Datensätzen oder komplexen Szenen, die sonst den verfügbaren Arbeitsspeicher des Systems sprengen würden.
Um die Leistung noch weiter zu steigern, lassen sich mehrere Systeme über Ethernet oder Thunderbolt zu Clustern zusammenfassen. Vier Mac Studio können so zum Beispiel ein Cluster mit 2 TB Unified Memory bilden, das dann 133.316 Euro kosten würde. Jeder Mac nutzt standardmäßig allerdings seinen eigenen Unified Memory. Ein Programm kann zwar Aufgaben oder Daten auf mehrere Macs verteilen – manche KI- und Cluster-Software kann auch ein Modell aufteilen –, aber dafür muss es ausdrücklich ausgelegt sein.