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Smartphone-Markt: Absatz stürzt im dritten Quartal auf tiefsten Stand seit 2013
Der Smartphone-Markt ist im dritten Quartal 2026 noch einmal um 20 Prozent auf 254,7 Millionen abgesetzte Einheiten eingebrochen und erreicht damit den niedrigsten Q3-Wert seit 2013. Steigende Preise treffen vor allem Schwellenländer. Für 2026 wird sogar ein Minus von 12 Prozent und auch 2027 ein weiterer Rückgang erwartet.
Schon zum Jahresauftakt waren die weltweiten Smartphone-Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent zurückgegangen, im zweiten Quartal folgte den Marktforschern von Omdia zufolge ein weiteres Minus von 4 Prozent. Ein Ende der Talfahrt zeichnet sich nicht ab, wie neue Zahlen zeigen: Diese weisen für das dritte Quartal einen nochmals erheblich stärkeren Einbruch von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Das Tal ist nach Einschätzung der Analysten noch weit entfernt: Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt mit einem Rückgang um 12 Prozent nahezu unverändert, während auch 2027 kein wirklicher Aufschwung in Sicht ist.
An der Spitze des Marktes hält sich auch im dritten Quartal Samsung. Der Hersteller setzte 57,8 Millionen Smartphones ab, die Stückzahlen sanken gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent. Als wichtige Stütze erwies sich insbesondere die Galaxy-A-Serie im Einstiegs- und Mittelklassesegment, während konkurrierende Android-Hersteller stärker unter Speicherengpässen und steigenden Preisen litten. Im Premiumsegment festigte Samsung seine Position zusätzlich mit der im August gestarteten Galaxy-Z8-Serie sowie Trade-in- und Upgrade-Programmen.
Mit 56,5 Millionen ausgelieferten iPhones folgt Apple nur knapp dahinter und konnte das Vorjahresniveau trotz des deutlichen Marktrückgangs halten. Eine robuste Nachfrage in China und Nordamerika glich dabei Schwächen in wichtigen Schwellenländern aus. Neben dem iPhone 17 wirkten sich vorgezogene Lagerbestückungen angesichts erwarteter Preiserhöhungen positiv aus. Im September kamen außerdem das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max (Test) auf den Markt. Das reguläre iPhone 18 wurde hingegen auf 2027 verschoben, wodurch sich der Verkaufszyklus des iPhone 17 verlängert und Apple neue Modelle zunächst auf das Premiumsegment konzentriert.
Deutlich größere Einbußen mussten die übrigen Hersteller hinnehmen. Xiaomi behauptete mit 30,7 Millionen Geräten zwar Rang drei, verlor gegenüber dem Vorjahr jedoch 29 Prozent. Allein in China sanken die Auslieferungen um 20 Prozent, in Indien sogar um 28 Prozent. Preiserhöhungen zur Absicherung der Margen belasteten insbesondere preissensible Märkte, während das Redmi A7 Pro und das Redmi 17 die Verluste lediglich abfedern konnten. Oppo einschließlich Realme und OnePlus erreichte mit 23,4 Millionen Smartphones den vierten Platz, verbuchte mit einem Minus von 39 Prozent aber zugleich den stärksten Rückgang. Vivo folgte mit 19,3 Millionen Geräten und 33 Prozent weniger Auslieferungen.
Besonders hart trifft der Abschwung die Schwellenländer. In Afrika brachen die Auslieferungen um 39 Prozent ein, während der asiatisch-pazifische Raum ohne China, der Nahe Osten und Lateinamerika jeweils Rückgänge von mehr als 20 Prozent verzeichneten. Neben gestiegenen Smartphone-Preisen schmälern Währungsabwertungen, Inflation und höhere Lebenshaltungskosten die Kaufkraft. In der Folge werden Neuanschaffungen aufgeschoben oder Käufer weichen auf generalüberholte Smartphones aus; in einigen einkommensschwächeren Märkten gewinnen stattdessen Feature-Phones wieder mehr an Bedeutung. Vergleichsweise robust entwickelt sich Nordamerika, was Omdia auf den hohen Premium-Anteil sowie etablierte Finanzierungs-, Trade-in- und Upgrade-Programme zurückführt.
Auf gestiegene Komponentenpreise und Lieferengpässe reagieren die Hersteller zugleich mit einer stärkeren Fokussierung auf profitable Märkte und zentrale Produktreihen. Dazu werden RAM- und Speicherkonfigurationen angepasst, die Zahl der Lagerhaltungseinheiten verringert und höherwertige Portfolios weiter ausgebaut.
Für das Gesamtjahr 2026 hat Omdia die ursprüngliche Prognose um einen Prozentpunkt an