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BioWare-Schließung soll das Ergebnis einer Entscheidung zwischen Mass Effect 5 und Battlefront 3 gewesen sein
Laut Bloomberg entschied sich EA gegen das RPG-Studio und für den Shooter, da zwei Mammutprojekte nach dem Milliarden-Buyout unbezahlbar waren.
Ein neuer Bericht enthüllt die Hintergründe zum Aus von BioWare: EA musste sich offenbar zwischen zwei großen Sci-Fi-Projekten entscheiden – einem neuen Mass Effect oder einem neuen Star Wars Battlefront. Der Publisher wählte Letzteres.
Die Enthüllung stammt von Bloomberg. Aus dem Umfeld der Unternehmensführung heißt es, dass sich kürzlich die Chance auf ein drittes Battlefront ergeben habe. Für EA – durch den jüngsten Leveraged Buyout mit 18 Milliarden US-Dollar Schulden belastet – hätte das zwei Mammut-Sci-Fi-Projekte bedeutet, die jeweils hunderte Millionen Dollar an Entwicklungskosten verschlungen hätten.
Beide Spiele parallel konnte sich EA schlicht nicht leisten. Laut Bloomberg gaben die Führungskräfte schließlich Star Wars Battlefront 3 den Vorzug. Sie stuften den Shooter als „risikoärmere und berechenbarere Wette als ein neues Mass Effect“ ein – obwohl die eigentliche Entwicklung noch gar nicht begonnen hatte.
Ein EA-Sprecher erklärte, man habe „diese Entscheidung gemeinsam nach monatelanger Planung, Prüfung und Analyse getroffen. Dabei haben wir die veränderten Marktbedingungen, die Dynamik der Branche und unsere langfristigen Prioritäten sorgfältig abgewogen.“ Weiter hieß es: „Auch wenn das niemals leichtfällt, müssen wir letztlich harte Entscheidungen treffen. Nur so können wir unsere Teams auf die vielversprechendsten Zukunftschancen ausrichten und gezielt in neue Projekte innerhalb unseres Portfolios investieren.“
Der Bericht nennt noch weitere Faktoren, die EAs Entscheidung beeinflusst haben. Dazu zählen BioWares durchwachsene Erfolgsbilanz der jüngsten Vergangenheit sowie ein Umbau der Chefetage, bei dem EA-Sports-Manager gegenüber den Fürsprechern von BioWare den Vorzug erhielten. Die EA-Führungsetage haderte zudem mit den Verkaufszahlen von Dragon Age: The Veilguard und deutete an, der Titel hätte sich als Live-Service-Spiel womöglich besser geschlagen.
Letzte Woche – direkt nach der Ankündigung von BioWares Schließung und dem Aus für Mass Effect 5 – leakte ein internes Video zu dem Projekt namens Mass Effect Universe. Das Material zeigt offenbar eine vorgerenderte Konzept-Visualisierung. Den Berichten zufolge sollte das Spiel 600 Jahre nach dem Reaper-Krieg inmitten eines galaktischen Kalten Krieges spielen. Spielerisch war die Hauptfigur demnach als „Mischung aus John Wick und James Bond“ angelegt.
Die Pläne versprachen spielerische Freiheiten bei der Missionsbewältigung im Stil der Hitman-Reihe, Romanzen ganz ohne Weichzeichner sowie Verbindungen zwischen der Milchstraße und der Andromeda-Galaxie. Wie weit die eigentliche Produktion fortgeschritten war, bleibt unklar. Hinter den Kulissen war die Konzeptionierung jedoch bereits weit gediehen – mit Sicherheit deutlich weiter als bei Battlefront 3.
EAs Star Wars Battlefront 2 erschien 2017 und tat sich anfangs schwer – vor allem, weil das Spiel mit Lootboxen vollgestopft war. Erst jahrelange Updates und Anpassungen brachten den Shooter schließlich auf Kurs.