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Saints Row: The Third: GTA-Gegner mit Sex-Appeal-Slider auf iOS & Android
Das Remaster von Saints Row: The Third lässt sich ab sofort auf Smartphones und Tablets mit Android und iOS spielen. Es folgt damit dem großen Vorbild. Nach ersten Eindrücken wird das erneut mit Erfolg belohnt.
Saints Row startete ursprünglich als direkter Konkurrent zu GTA. Spätestens mit dem dritten Teil verpassten die Entwickler dem Open-World-Spiel aber eine ganz eigenständige Identität. Nicht mehr so sehr das Leben als Mitglied einer Verbrecher-Gang, sondern möglichst wilde Over-the-Top-Action und Humor ganz tief unterhalb der Gürtellinie standen im Mittelpunkt beim Aufbau eines Syndikats.
The Third ist damit ein „Muss-man-mögen“-Spiel mit bisweilen infantilem, leichtherzigem Einschlag. Nicht umsonst hat es einen „Whored Mode“ („Verhurt-Modus“) als Anspielung auf den Horde-Modus oder eine Mission, in einem S&M-Club. Das Fluchtfahrzeug? Eine Pferdekutsche, aber ohne Pferd. Man kann sich mit wenig Fantasie denken, wer ersatzweise für Vortrieb sorgt, nachdem schon bei der Charaktererstellung ein „Sex-Appeal-Slider“ die Größe der Genitalien verstellt. Zumindest bei Erscheinen vor gut 15 Jahren kam das gut an, mittlerweile hat sich die Einschätzung beim Remaster teils geändert. Das kommt aber immerhin noch auf einen Schnitt von 70 bis 74-Metacritic-Punkten und „sehr positive“ Wertungen auf Steam.
Das bereits für den PC und Konsolen „remasterte“ Spiel ist nun im Play Store für Android und in Apples Appstore für iOS aufgetaucht. Voraussetzungen sind iOS 18, rund 21 Gigabyte Speicherplatz und ein A12-Chip von Apple, den es ab dem iPhone XS gab.
Für rund 16 Euro Kaufpreis gibt es den zuerst 2011 veröffentlichten Titel mit einer auf Touchscreens angepassten Steuerung und zusätzlicher Unterstützung für Gamepads – und für Maus und Tastatur. Enthalten sind außerdem alle DLCs. Wertungen sprechen mit 3,4 Punkten (Android) und 4,2 Punkten (iOS) von ordentlicher Unterhaltung. Positiv hervorgehoben wird die Möglichkeit, alte Erinnerungen aufleben zu lassen. Das erklärt die Zielgruppe solcher Spiele. Es sind Nutzer, die früher gespielt, nun aber Konsole oder Rechner an den Nagel gehängt haben.