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Comeback auf Disc: GOG träumt von physischen Versionen für den gesamten PC-Katalog
Laut Manager Marcin Paczynski bremsen derzeit noch Logistik und Publisher-Rechte. Erste Schritte unternahm die Plattform bereits mit 3D-Scans alter Big-Boxes.
Physische Versionen gehören aufgrund des Siegeszuges von Steam auf dem PC schon länger der Vergangenheit an. GOG bemüht sich bereits seit Jahren darum, aktuelle Spiele und Klassiker in DRM-freier Form verfügbar zu machen. In Zukunft könnte das Unternehmen diesen Kurs noch weiter vertiefen.
Die Idee: Ihr sollt jedes beliebige Spiel aus dem Katalog auch auf Datenträger kaufen können. Zwar stehen diesem Vorhaben aktuell noch etliche rechtliche und logistische Hürden im Weg, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
GOG (ehemals Good Old Games) wurde als Tochter der polnischen CD-Projekt-Gruppe gegründet. Die Plattform zeichnet sich durch den strikten Verzicht auf digitalen Kopierschutz (DRM) sowie Initiativen zur Bewahrung historischer PC-Klassiker aus.
"Mein absoluter Traum wäre es, diese Spiele auf GOG auch als physische Versionen anbieten zu können", verrät Marcin Paczynski, Senior Business Development and Partnerships Manager bei GOG, im Gespräch mit GamesRadar. "Man ruft seine Bibliothek auf GOG auf, klickt das gewünschte Spiel an, bestellt eine physische Ausgabe und bekommt sie geliefert. Das wäre das perfekte Szenario."
Für PC-Spieler wäre ein solcher Schritt ein echter Meilenstein, allerdings ist das Ganze laut Paczynski "eine extrem komplizierte Angelegenheit". Ein Grund dafür ist, dass sich dieser Geschäftszweig "grundlegend von dem [unterscheidet], was wir heute tun".
"Weil wir hier über physische Medien sprechen, müssen wir uns über die Logistik Gedanken machen", erklärt er. "Wir müssen an die Lagerung denken."
Darüber hinaus bräuchte GOG gesonderte Vertriebsgenehmigungen der Publisher, um deren Titel physisch verkaufen zu dürfen. "Diese Idee geistert bei GOG schon seit Jahren herum", sagt Paczynski. "Und ich hoffe nach wie vor sehr, dass wir das irgendwann umsetzen können. Wir werden sehen."
Einen Schritt in diese Richtung machte GOG bereits im September, indem das Unternehmen bei ersten Spielen PC-Big-Boxes als 3D-Scans und Bastelbögen anbot.