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FAQ: Was die neue Gebühr auf Sendungen aus Nicht-EU-Ländern bedeutet
Jährlich erreichen mehrere Milliarden Kleinpakete die EU. Um diese Flut einzudämmen, wird jetzt eine Gebühr von mindestens zwei Euro pro Sendung fällig. Warum wird die Paketgebühr eingeführt? Werden Produkte jetzt teurer?
Für Millionen im Internet bestellte und in die EU eingeführte Produkte werden ab heute zwei Euro mehr fällig. Eine entsprechende neue Bearbeitungsgebühr gilt nun für Importe aus Drittländern wie China oder den USA. Die Gebühr bezahlen müssen Online-Händler oder Importeure an die EU.
Mit der Abgabe soll die Flut von Billigpaketen reduziert werden. Auch die Mehrkosten beim Zoll sollen ausgeglichen werden - ähnlich wie mit bereits seit Juli fälligen Zoll-Abgaben auf günstige Warensendungen aus jenen Ländern.
Die zeitlich unbefristete Bearbeitungsgebühr wird für Artikel fällig, die in Online-Shops außerhalb der EU gekauft und an Verbraucher in der Staatengemeinschaft versendet werden - also für Sendungen aus Asien, Amerika, aber auch aus der Schweiz.
Erhoben wird die Gebühr pro sogenannter Warenposition. Eine Warenposition bezeichnet in etwa eine Produktgruppe - wie T-Shirts, Schuhe oder Ladekabel. Befinden sich im Paket Artikel aus mehreren Warengruppen, erhöht sich die Gebühr entsprechend auf vier, sechs oder noch mehr Euro.
Auf Millionen kleiner Pakete aus Nicht-EU-Ländern kommt eine zusätzliche Abgabe zu. Die Höhe ist unklar.
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Verantwortlich für die Entrichtung der Gebühr sind die Online-Händler oder Importeure. Vor allem Unternehmen wie etwa Shein, Temu und AliExpress, die massenhaft günstige Ware produzieren und auch nach Europa verschiffen, dürften davon betroffen sein. Für Endverbraucher in Europa wird der eigentliche Bestell- und Kaufvorgang nicht komplizierter.
Ja, es sei zu erwarten, dass die Gebühr teilweise etwa über höhere Produktpreise an die Verbraucher weitergegeben werde, sagt Stephan Tromp vom Handelsverband Deutschland (HDE). Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh), Alien Mulyk, rechnet jedoch eher bei Niedrigpreisprodukten mit besonders niedriger Gewinnmarge mit Aufschlägen.
Die Umsätze asiatischer Online-Plattformen wie Shein in Deutschland sind stark zurückgegangen, ihre Marktanteile sind gesunken.
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Die EU will gegen die Flut an Billigpaketen vorgehen, die enorme Kosten und Aufwand verursacht. Im Jahr 2025 wickelten die europäischen Zollämter nach Angaben der EU-Staaten rund sechs Milliarden Pakete von Onlinehändlern ab. 90 Prozent davon seien aus China in die Staatengemeinschaft gelangt. Umgerechnet entspricht das mehr als 16 Millionen Kleinpaketen pro Tag, die die EU erreichten.