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Kreuzfahrt-Weltreise endet vorzeitig in Kambodscha
Für manche sollte es eine Kreuzfahrt bis ans Lebensende werden - doch jetzt endete die Reise der "MV Odyssey" vorzeitig in Kambodscha. Grund sind laut Reederei die stark gestiegenen Treibstoffpreise.
Die Traumreise ist nun vorbei. Paul und Lynn Montoya aus den USA wollten eigentlich ihre Rente auf hoher See genießen. Eine Kabine auf dem Kreuzfahrtschiff "MV Odyssey" sollte es möglich machen. Sie verkauften ihr Haus und Auto, um sich für umgerechnet 160.000 Euro eine der Kabinen auf dem Schiff leisten zu können - so wie rund 200 andere Passagiere.
Entweder für immer, so wie die Montoyas, oder eine Kabine auf Zeit, die man mieten konnte, erzählt Paul Montoya. Nun sitzt er vor aufgetürmten Koffern und resümiert: "Wir haben viel Zeit damit verbracht, Unternehmen zu führen und unsere Familie großzuziehen - die Kreuzfahrt war unsere Gelegenheit, nun die Welt zu sehen." Doch nun haben sie ihr Hab und Gut wieder in zwei Koffer gequetscht und sitzen am Hafen von Sihanoukville in Kambodscha. Dort musste das Schiff gezwungenermaßen anlegen.
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Die Kosten seien zu hoch, insbesondere die Treibstoffpreise, so sagen es der Kapitän und die Betreiberfirma aus den USA. Man könne sich eine Weiterfahrt einfach nicht mehr leisten. Statt 1.600 Euro für eine Kabine stiegen die Kosten auf bis zu 7.000 Euro monatlich. Der Grund: der Iran-Krieg - heißt es jedenfalls von den Betreibern.
Passagier Paul Montoya hatte es kommen sehen: "Schon seit Monaten ging es bergab. Die Reederei des Schiffes hat immer mehr Geld verlangt, um die Fahrt fortsetzen zu können. Im April baten sie zum ersten Mal um einen Kredit für Treibstoff." Viele Passagiere beteiligten sich - auch in der Annahme, dass sie das Geld mit Zinsen zurückerhalten würden. Dass es viele Probleme gebe, war vielen damals schon klar, so Montoya.
Erst sei das Internet schlechter geworden, dann das Essen, so Passagierin Barbara Figiel. Für sie war das Schiff eineinhalb Jahre ihr Zuhause. Viele der Gäste wollten kein Extrageld zahlen, sagt sie - für andere hingegen wäre es die Weiterreise wert gewesen, auch um den Traum am Leben zu halten.
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Die Reederei bat die Passagiere immer wieder um mehr und mehr Geld, schildert Figiel. "Wir haben echt noch eine Kabine gekauft, damit es hier weiterging und um der Organisation zu helfen. Aber irgendwann fragt man sich: Wieviel Geld kann man ausgeben, um wortwörtlich ein sinkendes Schiff zu retten?"