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Merz spricht sich bei Steinmeier-Nachfolge für Frau aus
Eine Festlegung hatte der Kanzler lange vermieden - doch nun macht Merz klar: Eine Frau soll auf Bundespräsident Steinmeier folgen. Er kündigte an, eine Kandidatin der politischen Mitte vorzuschlagen.
In der Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz für eine Frau ausgesprochen. "Ich werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen, eine Kandidatin der politischen Mitte", sagte er mehreren Nachrichtenagenturen zufolge bei der nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin.
"Ich bin festgelegt in der Frage, dass es eine Frau werden muss", wird er unter Berufung auf Teilnehmer zitiert. Dem ARD-Hauptstadtstudio liegen die Informationen ebenfalls vor.
Bisher hatte sich Merz in der Debatte bedeckt gehalten. Zwar hatte er auch früher Sympathien für die erstmalige Wahl einer Frau ins Bundespräsidentenamt bekundet, eine klare Festlegung aber vermieden.
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29.10.2026
Die Suche nach einem Bundespräsident bei CDU/CSU ist aufgeladen - nicht zum ersten Mal in der Geschichte.
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Namen nannte der Kanzler den Angaben zufolge in der Sitzung nicht. Die CSU will die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner zur Bundespräsidentin machen und hat dafür auch Unterstützung aus den Reihen der SPD und der Grünen bekommen. Merz pocht allerdings darauf, dass das Vorschlagsrecht bei der CDU als stärkster Kraft in der Bundesversammlung liegt. Das Gremium entscheidet am 30. Januar über die Steinmeier-Nachfolge.
Aus der CDU werden Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien, die frühere Parteichefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und die hessische Fraktionsvorsitzende Ines Claus als mögliche Kandidatinnen genannt.
Die CDU will sich bei der Besetzung des Amtes offenbar nicht das Heft aus der Hand nehmen lassen.
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Eine Vorentscheidung könnte in der Sitzung der CDU-Gremien nächste Woche Montag fallen. Bis dann will Merz Gespräche mit den Landesvorsitzenden der CDU sowie mit der CSU führen, um zunächst zu einem gemeinsamen Vorschlag der Unionsparteien zu kommen.