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heise+ | Preisbrecher für Straßenfahrer: E-Pickup KGM Musso EV im Test
Der Elektro-Pickup Musso EV unterbietet selbst Verbrenner-Pickups beim Preis. Allerdings taugt die Pkw-lastige Auslegung nur bedingt im Nutzfahrzeug-Einsatz.
Es gibt in Deutschland zwar elektrische Pickups, aber sie sind bisher sehr teuer – und das für eher kleine Batterien mit geringen Autobahnreichweiten. Die koreanische Firma KGM grätscht hier mit dem Musso EV hinein, der für einen Kampfpreis von ab 41.990 Euro selbst Verbrenner-Pickups unterbietet und gut 80 kWh Energiegehalt in der Traktionsbatterie bietet.
Der Musso (koreanisch für „Nashorn“) EV unterscheidet sich von der Verbrennerversion des Musso durch das selbsttragende Chassis statt eines Leiterrahmens. Damit ändern sich viele Parameter deutlich: geringere Bodenfreiheit, 780 statt 1205 kg Zuladung und bis zu 2300 statt 3500 kg Anhängelast, weniger Verschränkung durch Mehrlenkerachse hinten, Straßenreifen und eine Heckklappe, die zwar ein Kind mit einem Finger schließen kann (sehr komfortabel), die aber ausgeklappt deutlich weniger stabil als andere Pickup-Tailgates ist. Die Nutzfahrzeugeignung verringerte sich somit.
Allerdings wurde der Musso EV auf der anderen Seite zu einem sehr komfortablen Tourenfahrzeug für die Straße. Ein oder zwei E-Achsen, gut 80 kWh nutzbarer Energiegehalt, leise Kabine und trotzdem Pickup-Geschmack: Das könnte für viele Privatfahrer mit Pickup-Liebe ohne zu versorgende Almhütte ganz ehrlich DAS E-Auto sein. KGM (ehemals: SsangYong) lockt mit einem Einstiegspreis, der unter dem anderer Pickups mit Verbrenner liegt (und fünfstellig unter dem anderer E-Pickups). Wir testen das Reisen mit Beladung und messen einen Verbrauch, der Industriestromrabatte rechtfertigt.
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