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Cryptomator: Betas bringen Document Provider für Android und FSKit für macOS
von Carsten Knobloch
4. Nov. 2026 |
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Gleich zwei neue Testversionen stehen bei den Entwicklern von Cryptomator auf dem Zettel. Unter Android zieht der Document Provider ein, während auf dem Mac die Anbindung von Tresoren über Apples FSKit deutlich unkomplizierter werden soll.
Bisher war der Zugriff auf verschlüsselte Dateien unter Android etwas umständlich. Wer ein Dokument in einer Drittanbieter-App öffnen wollte, musste erst Cryptomator starten, den Tresor entsperren, die Datei heraussuchen und sie dann an die Ziel-App übergeben. Mit der neuen Beta gehört das der Vergangenheit an.
Durch die Integration des Document Providers tauchen eure Tresore direkt in der Android-Dateien-App sowie im systemweiten Dateidialog auf. Jede App, die das Storage Access Framework unterstützt, kann Dateien direkt im Tresor öffnen, bearbeiten, neu anlegen oder löschen. An der Sicherheit ändert sich nichts: Die clientseitige Verschlüsselung greift weiterhin lokal auf dem Smartphone, bevor Daten in der Cloud landen. Wer mitmachen möchte, kann über den Google Play Store am Betaprogramm teilnehmen.
Mac-Nutzer kennen das: Um einen entsperrten Tresor als normales Laufwerk im Finder anzuzeigen, brauchte es bisher Hilfsmittel wie macFUSE oder FUSE-T. Gerade macFUSE verlangte auf Rechnern mit Apple Silicon Kernel-Erweiterungen. Mit Cryptomator 1.20.0-beta1 testen die Entwickler jetzt eine Alternative auf Basis von FSKit, Apples eigenem Framework für Dateisysteme. Die Schnittstelle läuft als App-Extension direkt innerhalb von Cryptomator, sodass weder macFUSE noch FUSE-T oder separate Treiber installiert werden müssen. Entsperrte Tresore landen wie gewohnt unter /Volumes und behalten ihren Namen im Finder. Bei großen Dateien fällt die Leseleistung laut Entwicklern sogar besser aus als mit macFUSE.
Ganz ohne Haken ist die Sache aber noch nicht. Die FSKit-Unterstützung ist experimentell und setzt mindestens macOS 27 auf Apple Silicon voraus. Intel-Macs bleiben außen vor. Zudem bremst FSKit aktuell noch, wenn ihr mit Tausenden winzigen Dateien hantiert. Auch Finder-Tags, erweiterte Dateiattribute und Hardlinks werden derzeit nicht unterstützt. Wer darauf angewiesen ist, bleibt vorerst einfach bei macFUSE oder FUSE-T.
Die Mac-Beta steht als Version 1.20.0-beta1 bei GitHub zum Download bereit. Nach der Installation müsst ihr FSKit in den Einstellungen von Cryptomator als Volume-Typ auswählen und die Erweiterung einmalig in den macOS-Systemeinstellungen freigeben. Schaut vorab für die Links zur Beta und für weitere Infos mal direkt bei den Entwicklern vorbei.
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