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PhotoPrism mit PostgreSQL und KI-Anbindung
Die quelloffene Fotoverwaltung PhotoPrism hat am 29. Oktober eine neue Version veröffentlicht. Das Update mit der Build-Nummer 261029-963b58c50 erweitert die Datenbankunterstützung um PostgreSQL und ermöglicht über das Model Context Protocol (MCP) die Anbindung externer KI-Assistenten. Daneben gibt es Verbesserungen bei der Bildverwaltung, den Kartenansichten und der Sicherheit.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Unterstützung für PostgreSQL ab Version 16. Bisher setzte PhotoPrism auf MariaDB beziehungsweise SQLite. Mit PostgreSQL erhalten Administratoren eine weitere Möglichkeit, eine weitere Datenbank für die Verwaltung und Suche von Fotos einzusetzen.
Allerdings befindet sich die Implementierung noch im experimentellen Stadium. Die Entwickler raten deshalb davon ab, PostgreSQL bereits für produktiv genutzte Fotosammlungen einzusetzen. Da sich das Datenbankschema noch ändern kann, sind Datenverluste nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig wurde die verwendete Datenbankbibliothek GORM von Version 1.9.16 auf 1.31.2 aktualisiert. Ein neuer Befehl namens photoprism database transfer soll künftig den Wechsel zwischen Datenbanksystemen erleichtern.
Mit der erweiterten Unterstützung des Model Context Protocol können externe KI-Anwendungen auf die Bildbibliothek zugreifen. Sie können Fotos durchsuchen, Metadaten abfragen und durch die Sammlung navigieren. Dabei berücksichtigt PhotoPrism die bestehenden Zugriffsrechte der jeweiligen Benutzerkonten.
Für die Authentifizierung externer Anwendungen steht nun OAuth zur Verfügung. MCP ist für berechtigte Benutzer standardmäßig aktiviert, lässt sich jedoch individuell oder systemweit deaktivieren. Damit öffnet PhotoPrism seine bisher weitgehend eigenständige Fotoverwaltung für die Integration in KI-gestützte Arbeitsabläufe.
Auch abseits der KI-Integration bringt das Update Neuerungen. Ein überarbeiteter Exportdialog erlaubt es, Bilder direkt aus der Fotoansicht in unterschiedlichen Auflösungen und Formaten herunterzuladen. Die Kartenansicht verwendet aktualisierte OpenStreetMap-Daten, während die dreidimensionale Erdansicht einen neuen Sternenhimmel und atmosphärische Effekte erhalten hat.
Darüber hinaus wurden Fehler beim Umgang mit Zeitzonen, Brennweitenangaben und der Gesichtserkennung behoben. Aktualisierte Versionen von libheif, Go und ONNX Runtime schließen zudem bekannte Sicherheitslücken.
Im Bereich selbst gehosteter Fotoverwaltungen konkurriert PhotoPrism vor allem mit Immich. Beide Projekte ermöglichen es, Fotos und Videos auf dem eigenen Server zu verwalten, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.
Immich orientiert sich stärker an Google Fotos und bietet eigene Apps für Android und iOS, die Bilder automatisch auf den heimischen Server übertragen. Hinzu kommen Gesichtserkennung, intelligente Suche und Funktionen zum gemeinsamen Verwalten und Teilen von Aufnahmen.
PhotoPrism konzentriert sich dagegen stärker auf die Erschließung und Organisation bereits vorhandener Fotosammlungen. Die Anwendung kann bestehende Verzeichnisstrukturen direkt einlesen und bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Verwaltung von Metadaten. Eine eigene native Smartphone-App mit automatischem Hintergrund-Upload fehlt bislang. Stattdessen kommen die Weboberfläche oder Anwendungen von Drittanbietern zum Einsatz.