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vSphere Express: Broadcoms neues VMware-Einstiegspaket
Mit vSphere Express bringt Broadcom ein Einstiegspaket auf Basis von vSphere 9. Die Grenze liegt bei 128 CPU-Kernen pro Kunde.
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Broadcom hat mit VMware vSphere Express ein neues Virtualisierungspaket für kleinere Installationen vorgestellt. Es basiert auf vSphere 9 und ist weltweit ab sofort verfügbar.
Laut Ankündigung richtet sich vSphere Express an Kunden, die nur die Basisfunktionen der VMware-Virtualisierung benötigen. Das Paket ist auf insgesamt 128 CPU-Kerne begrenzt. Diese Obergrenze gilt über sämtliche Umgebungen eines Kunden hinweg, nicht für jeden Cluster einzeln.
Zum Funktionsumfang gehören die Hochverfügbarkeit (High Availability, HA) für den automatischen Neustart ausgefallener virtueller Maschinen sowie ein Distributed Switch für die zentrale Netzwerkkonfiguration und erweiterte Überwachung. Express unterstützt außerdem physische TPMs und virtuelle TPMs, jeweils in Version 2.0.
Mit vCenter Quick Patch enthält das Paket ferner einen Mechanismus, der Unterbrechungen beim Patchen der Verwaltungsumgebung verringern soll. Die Quick Patches für vCenter umfassen Sicherheitskorrekturen und Updates zum Beheben kritischer Fehler. Für größere Upgrades und Updates sind sie nicht gedacht. Administratoren müssen allerdings beachten, dass einzelne Dienste beim Patchen weiterhin einen Neustart benötigen können. Auch vMotion für die Live-Migration laufender VMs gehört zum Paket.
Express gibt es ausschließlich als Abonnement, Preise gibt Broadcom nicht an. Laut der technischen Dokumentation zu vSphere Express müssen Administratoren neben ESX und vCenter auch VCF Operations und einen Lizenzserver installieren. Die Lizenzverwaltung nutzt dieselbe Infrastruktur wie VMware Cloud Foundation (VCF) und vSphere Foundation (VVF), allerdings mit Einschränkungen bei den Verwaltungsfunktionen. Add-ons gibt es für Express nicht. Die Default-Lizenz lässt sich weder aufteilen noch zwischen verschiedenen Site-IDs teilen. VCF Operations dient ausschließlich der Lizenzierung. Administratoren können die Lizenzen in der VCF Business Services Console einsehen und über VCF Operations den Komponenten zuweisen.
Bestehende vSphere-8-Umgebungen lassen sich laut Broadcom auf vSphere Express ab Version 9.1.1 aktualisieren. Mindestversionen sind ESXi 8.0 und vCenter Server 8.0. In der Upgradereihenfolge stehen VCF Operations und der Lizenzserver vor vCenter und den ESX-Hosts.
Auch einen späteren Ausbau sieht Broadcom vor: Eine Express-Umgebung lässt sich mit der entsprechenden Lizenz auf vSphere Foundation erweitern. Bei Bedarf kommen VCF Management Services hinzu. Die vorhandene Infrastruktur kann außerdem als Ausgangspunkt für eine vollständige VCF-Installation dienen.
Broadcom-Manager hatten bereits Anfang September eine neue Version von vSphere Standard in Aussicht gestellt. Weitere Details sollten auf der VMware Explore on Tour in Frankfurt folgen. Die Einzelangebote vSphere Standard und Enterprise Plus sind auf Versionen bis einschließlich 8 Update 3 beschränkt.