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G2 Esports zieht Konsequenzen: Perkz muss wegen kontroverser Aussagen gehen
Nach einem umstrittenen Tweet über Abtreibungen trennt sich die Organisation sofort von Trainer Luka Perković. Die Werte seien nicht mehr vereinbar.
G2 Esports trennt sich vom Head Coach Perkz, der für das Esport-Team von League of Legends arbeitete. Der Ex-Profi war mehrere Monate in dieser leitenden Position tätig, muss das Team nun aber wieder verlassen. Wieso? Wegen ziemlich kontroverser Aussagen, die Perkz in den sozialen Medien tätigte. G2 hat sich dazu entschlossen, das Netz über das Verlassen von Perkz in Kenntnis zu setzen, da einige seiner Aussagen, nicht mit den Werten des Unternehmens übereinstimmen würden.
Ein langer Tweet von Luka 'Perkz' Perković war es, der das Netz in Aufruhr brachte, und ich kann definitiv verstehen, warum. Die originalen Posts sind inzwischen nicht mehr auffindbar, da das Profil von Perkz scheinbar gelöscht wurde.
Laut mehreren Seiten und Beiträgen zu genau diesem Thema soll er in diesem Beitrag zunächst gesagt haben, dass er sich nicht so viel mit Politik beschäftige. Er unterstütze weder Trump noch Kamala Harris. Er sei aber gläubiger Katholik. So weit, so unspektakulär.
Der Kroate Luka Perković gilt als einer der besten westlichen LoL-Spieler aller Zeiten. Vor seiner kurzen Zeit als Head Coach feierte er als aktiver Profi immense Erfolge - auch bei G2, einer der einflussreichsten Esports-Organisationen Europas.
Allerdings teilte er einen Glaubenssatz mit dem Netz, der ihm besonders am Herzen liegt. Er soll dort Abtreibung mit Mord verglichen haben und kann wohl nicht verstehen, wie so etwas gesellschaftlich derart toleriert wird. Das Leben beginne in seinen Augen bei der Empfängnis und er stehe fest hinter dieser Überzeugung.
Da musste ich auch erstmal schlucken, als ich das gelesen habe. G2 unterstützt solche Aussagen ebenfalls nicht und zieht Konsequenzen. Der CEO, Alban Dechelotte, schreibt im Namen des Teams:
"Gestern Abend haben wir – genau wie viele von euch – die Äußerung des Cheftrainers eines unserer Teams gesehen. G2 ist eine vielfältige, internationale Organisation, in der Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen. Die Welt ist komplex, und natürlich sind sich nicht alle in jeder Hinsicht einig – doch einige der gestern Abend getätigten Aussagen stehen nicht im Einklang mit der Haltung und den Werten von G2."
"Unsere Fans kommen aus unterschiedlichen Kulturen und haben verschiedenste persönliche Ansichten; für uns als Organisation ist es von größter Bedeutung, diese Vielfalt zu respektieren und zu wahren, wenn wir G2 repräsentieren. Wir sind uns bewusst, dass diese Äußerung viele unserer Fans verletzt hat, und möchten uns dafür entschuldigen."
"Infolgedessen haben wir uns dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit der betreffenden Person zu beenden. Wir werden uns nun darauf konzentrieren, unser Personal und unser Team-Aufgebot für die kommende Saison neu aufzustellen."