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Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hannover: Massive Probleme für Pendler
Dass die Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin-Hannover massive Verspätungen bedeutet, war klar. Doch nun zeigt sich: Die Pünktlichkeit auf der Ausweichstrecke ist selbst für Bahnverhältnisse unterdurchschnittlich.
Saskia Hiebs Arbeitsweg beginnt am Bahnhof Spandau, einem der westlichsten Zipfel Berlins. Das ist günstig gelegen für die Pendlerin, die zur Arbeit nach Wolfsburg fährt. Dort arbeitet sie für die Verwaltung von Volkswagen.
Normalerweise benötigt die Bahn für die Strecke Berlin-Wolfsburg eine Stunde. Hin und zurück zusammengerechnet also 2 Stunden Fahrzeit pro Tag. Nicht wenig, aber noch völlig im Rahmen für viele Arbeitnehmer, die längere Strecken pendeln.
Seitdem die Bahn die Strecke Berlin-Lehrte, die über Hannover und Wolfsburg führt, generalsaniert, ist aber alles anders. 3,5 Stunden dauert die Fahrt jetzt - pro Richtung. Theoretisch also 7 Stunden hin und zurück. Völlig undenkbar für Pendlerin Saskia Hieb.
Zum Glück kann sie ihren Bürojob an vielen Tagen aus dem Homeoffice erledigen. Pendeln wäre auf Dauer auch schlicht unmöglich. Wenn sie aber in Präsenz im Büro sein muss, fährt sie immer schon am Vorabend des Arbeitstages nach Wolfsburg.
Eine Expertenkommission soll Ideen für schnelle Ergebnisse liefern. Ein Vorschlag wird schon diskutiert.
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"Ich nehme den letzten Zug. Das ist ungefähr um viertel vor neun Uhr abends", sagt Hieb. Statt einer entspannten Direktfahrt ist der Arbeitsweg zu einer größeren Reise geworden - in mehreren Etappen. "Von hier aus Richtung Berliner Hauptbahnhof, dann mit dem ICE nach Braunschweig", geht sie die Stationen durch. "Und dann mit der Regio-Bahn nach Wolfsburg-Fallersleben."
Damit die Fahrzeit von dreieinhalb Stunden eingehalten wird, muss sie alle Anschlüsse erreichen. "Dann muss auch wirklich alles klappen ohne Verspätung oder Ausfall. Sonst strande ich nämlich", sagt Hieb.
Ein neuer ICE-Sprinter fährt zwischen Hamburg und München. Baustellen sorgen für längere Fahrzeiten.
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Doch: es klappt sehr häufig nicht auf der Ausweichstrecke. Das zeigt eine Datenauswertung des Unternehmens Railwise, deren Ergebnisse der Rundfunk Berlin-Brandenburg diese Woche exklusiv veröffentlichte. Demnach liegt der Anteil der unpünktlichen Züge auf der Strecke in Fahrtrichtung Hannover bei 48 Prozent. Fast jeder zweite Zug also war verspätet.