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Anschlag auf CSD: Bekennervideo auf Handy des mutmaßlichen Attentäters gefunden
Drei Tage nach dem CSD-Anschlag in Berlin haben Ermittler auf dem Handy von Abdul B. ein Video mit Bekenntnis zur Terrormiliz "Islamischer Staat" entdeckt. Es zeigt eine vermummte Person - mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um den Tatverdächtigen.
Im Rahmen der Ermittlungen nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin wurde auf dem Handy des mutmaßlichen Attentäters Abdul B. ein Video mit klarem Bezug zum "Islamischen Staat" (IS) entdeckt. Wie der rbb unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft berichtete, zeigt der Clip eine vollständig vermummte Person, die einen Treueeid auf die Terrormiliz leistet. Zuvor hatten Bild und Spiegel berichtet.
Die Untersuchung des Videos ist noch nicht vollständig abgeschlossen, aber die Ermittler gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei der gezeigten Person um Abdul B. handelt. Nach rbb-Informationen nimmt er in dem Video keinen Bezug auf einen geplanten Anschlag.
FAQ
27.07.2026
Nach dem Angriff auf den CSD sucht die Polizei einen Tatverdächtigen, der der islamistischen Szene zugerechnet wird.
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Derartige Bekennervideos hat es auch bei vergangenen islamistisch motivierten Anschlägen gegeben, wie ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg berichtet. In der Regel hat der IS sie kurz nach einem Anschlag selbst veröffentlicht, um die Tat auf diese Weise für sich reklamieren zu können. Ob der mutmaßliche Attentäter das Video dem IS übermittelt hat, ist noch unklar.
Abdul B. soll am Samstagabend mit einem Transporter nahe des Festivalgeländes des CSD in eine Menschenmenge gefahren sein. Anschließend soll er ersten Ermittlungen zufolge mit einer Hieb- oder Stichwaffe mehrere Menschen angegriffen haben. Eine Frau starb bei dem Anschlag. Nach der Tat war zudem von 29 teils schwer Verletzten die Rede. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach nun jedoch von 31 verletzten Personen, ohne weitere Details zu nennen.
Der mutmaßliche Attentäter konnte zunächst fliehen. Einen Tag nach dem Anschlag wurde Abdul B. während eines Polizeieinsatzes in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau erschossen.
Nach dem Anschlag in Berlin hat der CSD-Verein dazu aufgerufen, sich gegen Hass gegen Muslime zu stellen.
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Der 21-Jährige wurde in Deutschland als Sohn libanesischer Eltern geboren und besaß die deutsche Staatsbürgerschaft. Er war den Behörden bereits seit Längerem bekannt. Im Mai war er wegen versuchten Anschlusses an die Terrormiliz IS zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Unter Berücksichtigung der verbüßten Untersuchungshaft wurde er auf sogenannte Vorbewährung entlassen.