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Niedrigwasser auf Rhein und Donau schränkt Schifffahrt ein
Sichtbare Kiesbänke, vertrocknete Uferbereiche und Seitenarme ohne Wasser - die Flüsse leiden unter dem fehlenden Regen. Die historisch niedrigen Pegelstände behindern die Schifffahrt auf Donau und Rhein massiv.
So wenig Wasser gab es im Rhein und in der Donau seit Langem nicht mehr. Stellenweise wurden historisch niedrige Pegelstände gemessen. Grund sind die vielerorts hohen Temperaturen und die anhaltende Dürre.
In Kaub im Rhein-Lahn-Kreis wurden zum Beispiel 29 Zentimeter gemessen. Das entspricht einer Fahrrinne von 1,43 Meter. Amtlichen Prognosen der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt zufolge könnte der Wasserstand sogar noch weiter sinken - unter den tiefsten je gemessenen Wert aus dem Jahr 2018 mit 25 Zentimetern.
Zu viel Hitze, zu wenig Niederschlag: Seit Jahren nimmt die Trockenheit in Deutschland zu.
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Der niedrige Wasserstand hat erhebliche Folgen für die Schifffahrt. "Unter einem Pegelstand von 40 Zentimetern bei Kaub ist keine sinnvolle Binnenschifffahrt mehr möglich", teilte die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz mit. Bereits in den vergangenen Tagen hätten Schiffe nur noch mit stark reduzierter Frachtmenge auf dem Rhein verkehren können, was die Kosten in die Höhe getrieben habe.
Für den uneingeschränkten Betrieb von Großmotorschiffen müsste der Wasserstand im Rhein mindestens um einen Meter ansteigen.
Der Rheinpegel ist schon jetzt zu niedrig, Schiffe können nur mit einem Drittel der Last fahren.
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Auch bei Niedrigwasser gebe es weiter Gütertransporte auf dem Fluss, teilte der Verband der Deutschen Binnenschifffahrt mit. Eine behördliche Sperrung des Rheins erfolge "in aller Regel" nicht, teilte der stellvertretende Geschäftsführer Fabian Spieß mit: "Die Schifffahrt fährt, solange es sicher möglich ist."
Laut IHK drohen Versorgungsengpässe bei Rohstoffen wie Kohle, Rohöl und Erdgas, die typischerweise mit Schiffen transportiert werden. Diese Produkte stehen am Beginn zahlreicher industrieller Produktionsketten, weshalb ganz unterschiedliche Industrieunternehmen betroffen seien. Der volkswirtschaftliche Schaden des historischen Niedrigwassers von 2018 werde auf 2,4 Milliarden Euro beziffert.
Die aktuelle Dürre ist nicht nur in großen Teilen Deutschlands, sondern in ganz Europa sichtbar.
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