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Electronic Arts: Übernahme durch Saudi-Arabien wird am Dienstag vollzogen
Alle Genehmigungen liegen vor: Der Kauf von Electronic Arts durch ein Konsortium um Saudi-Arabiens Staatsfonds soll am 4. August abgeschlossen werden.
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Die 55 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Electronic Arts soll am Dienstag vollzogen werden, geht aus einem SEC-Dokument des Publishers hervor. Alle dafür nötigen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden liegen seit dem 30. Juli vor.
Das teilt Electronic Arts in einem Formular 8-K an die US-Börsenaufsicht SEC mit. Der Vollzug ist demnach zum Handelsschluss am 4. August vorgesehen. Ursprünglich sollte der Kauf bis zum Ende des EA-Geschäftsjahres im Juni über die Bühne gehen. Ausstehende Genehmigungen verzögerten ihn um rund einen Monat, berichtet Insider Gaming. Eine der letzten Hürden fiel Ende Juli in Brüssel: Die EU-Kommission gab die Übernahme ohne Auflagen frei. Wettbewerbsbedenken im Markt für Videospiele und im E-Sport sah die Kommission nicht.
Der Käufer ist ein Konsortium aus dem saudischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) sowie der Investment-Firmen Silver Lake und Affinity Partners, die von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner geführt wird. Die Kräfteverhältnisse sind ungleich verteilt: Wie das Wall Street Journal auf Basis brasilianischer Kartellunterlagen berichtete, trägt der saudische PIF über 90 Prozent der Kosten und wird nach dem Vollzug 93,4 Prozent an EA halten. Auf Silver Lake entfallen 5,5 Prozent, auf Affinity Partners nur 1,1 Prozent.
Die Kaufsumme von 55 Milliarden US-Dollar teilt sich dabei in ein Eigenkapital-Investment von 36 Milliarden US-Dollar und 20 Milliarden US-Dollar Fremdkapital auf. Mit dem Abschluss des Deals endet nach über 35 Jahren die Zeit von EA als börsennotiertem Unternehmen. Nach der Privatisierung muss EA keine Geschäftsberichte mehr vorlegen. Andrew Wilson bleibt CEO.
Die 20 Milliarden US-Dollar Fremdkapital landen als Schulden bei EA selbst und müssen abbezahlt werden. Analysten rechnen deshalb mit weiteren Entlassungen. Seit der Ankündigung des Deals im September 2025 hat es beim Publisher bereits mehrere Entlassungsrunden gegeben. Zuletzt hat EA etwa trotz erfolgreichem Launch von „Battlefield 6“ Angestellte beim Entwicklerstudio entlassen.
Auch auf Spieler könnten sich die Schulden auswirken, weil der Druck auf EA, Umsatz zu generieren, weiter ansteigt. Wie das aussehen kann, zeigte kürzlich das Sportspiel „College Football 27“: EA baute ohne Vorankündigung Mikrotransaktionen in die Einzelspieler-Modi Dynasty und Road to Glory ein, mit denen sich der Fortschritt gegen echtes Geld beschleunigen ließ. Nach Protesten und Boykottaufrufen entfernte EA die Kaufoptionen am 11. Juli wieder.
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