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Gemini Assistant steckt nicht in Siri AI
Zwar bedient sich Apple Googles Frontier-Modellen der Gemini-Linie. Doch die seien mit eigenen Daten trainiert und geschützt, betont der Konzern.
Wenn Apple im September mit seinen neuen Betriebssystemen auf den Markt kommt, sind auch die lange erwarteten überarbeiteten KI-Modelle dabei, die Apple in Zusammenarbeit mit Google verbessert hat. Allerdings wird Siri AI trotz der Tatsache, dass in dem KI-System serverseitig teilweise Gemini-Technik steckt, nicht mit Gemini Assistant identisch sein. Stattdessen hat Apple die Google-Modelle dazu verwendet, seine vorhandenen Apple Foundation Models (AFM) zu optimieren. Dabei gibt es sowohl Server- als auch lokale Modelle, die von Gemini-Technik profitiert haben sollen.
Apple hatte bereits im Juni vor Journalisten betont, die „Menge an Google Assistant [gemeint ist Gemini Assistant, Anm. d. Red.], die wir verwenden“, liege „bei null“. Gemini-Modelle, die Google an Kunden verkauft, werden von Apple demnach ebenso wenig verwendet wie dessen Client-side-Code. Auch die Suchinfrastruktur, von der Gemini profitiert, verwendet Apple nicht, hat stattdessen seine eigene Suchhilfe aufgebaut beziehungsweise verbessert.
Laut Angaben von Apples neuem KI-Vizepräsidenten Amar Subramanya, der selbst von der Google-KI-Tochter DeepMind kommt, entspricht natürlich auch die neue Siri-AI-App nicht der Gemini-App. Das inhaltliche Trainingsmaterial, die Knowledge Base, hat Apple selbst gesammelt – was Website-Betreiber auch wissen, denn der Konzern betreibt seinen eigenen KI-Crawler.
Trotz der Tatsache, dass Apple für die Gemini-Nutzung bei Google eine Milliarde US-Dollar pro Jahr zahlen soll, ist das KI-System für den iPhone-Hersteller auch eine Art Krücke. Beobachter schätzen, dass Apple versuchen wird, in absehbarer Zeit wieder ganz auf eigene Modelle zu setzen, sobald diese endlich konkurrenzfähig sind. Dann fiele auch die Notwendigkeit weg, Googles Rechenzentren mit dessen Nvidia-Hardware nutzen zu müssen.
Siri AI, das sich seit einigen Wochen auch als Public Beta ausprobieren lässt, macht einen deutlich besseren Eindruck als die alte Siri und gilt nun als konkurrenzfähig. Die aktuell größten Nachteile: Anfangs gibt es Siri AI nur in US-englischer Sprache, zudem wird Apple iPhone und iPad aus regulatorischen Gründen in der EU zunächst nicht mit der Software ausstatten.
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