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US-Datenfirma Palantir steigert Umsatz um mehr als 90 Prozent
Der umstrittene US-Datenanalyse-Spezialist Palantir meldet für das vergangene Quartal einen Rekordumsatz - vor allem wegen des Geschäfts in den Vereinigten Staaten: Die Erlöse dort haben sich zuletzt mehr als verdoppelt.
Der US-Datenanalyse-Spezialist Palantir hat von einer starken Nachfrage von Regierungs- und Firmenkunden profitiert. Das umstrittene KI-Unternehmen konnte den Umsatz im Jahresvergleich mit einem Plus von 93 Prozent fast verdoppeln. Mit Erlösen von knapp 1,94 Milliarden Dollar übertraf Palantir deutlich die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt eher mit 1,8 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
"Unser Geschäft wächst mit einer Geschwindigkeit und in einem Ausmaß, wie wir es noch nie zuvor erlebt haben", erklärte Palantir-Chef Alex Karp in einem Brief an die Aktionäre. Allein binnen drei Monaten wuchs der Umsatz um rund ein Fünftel, wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als neun Prozent.
Die Ankündigung erfolgte wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Testpanne bei OpenAI.
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Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefert unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militär-Informationen analysiert werden. Das aktuelle Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft.
Und das dürfte auch erstmal so weiter gehen: Das Kerngeschäft in den USA expandiere weiterhin in einem rasanten Tempo, so Alex Karp. Entsprechend hob Palantir auch die Jahresprognose für den kommerziellen US-Umsatz auf mehr als 3,42 Milliarden Dollar an. Die Erlöse im Heimatmarkt waren im vergangenen Vierteljahr mit 1,57 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor.
Ein starkes Geschäft in den USA hat Palantir zu Jahresbeginn einen kräftigen Umsatzsprung beschert.
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Vor allem das Geschäft mit Regierungsbehörden wuchs - um 90 Prozent auf 809 Millionen Dollar. Denn die Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und vom Pentagon eingesetzt - Medienberichten zufolge auch im Iran-Krieg.
So profitiert der Konzern von geopolitischen Unsicherheiten und der Modernisierung von Streitkräften. Denn Regierungen - vor allem die US-amerikanische - investieren verstärkt in Verteidigungstechnologien wie die KI-gestützte Gefechtsfeld-Software von Palantir. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge arbeitet das Unternehmen zudem mit dem Rüstungs-Start-up Anduril an Software für die von US-Präsident Donald Trump geplante Raketenabwehr-Initiative Golden Dome.
BKA und Bundespolizei sollen mehr digitale Werkzeuge zur Tätersuche bekommen - auch mit KI-Software.
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