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Wie gut ist Beast of Reincarnation?: Soulslike schlingert sich zum Spaß
Beast of Reincarnation schlingert sich zum Spaß. Der jüngste, im postapokalyptischen Zukunfts-Japan angesiedelte Neuzugang im Soulslike-Genre ist nicht gut, aber unterhaltsam, sagen Tests – und ein Spiel, das sich Dinge traut. Es geht nur nicht in aller Gänze zusammen.
Die letzten Reste von Zivilisation sind in Beast of Reincarnation von einer Plage bedroht, die auch die wenigen, teils menschlichen, teils robotischen Überlebenden der Menschheit auszulöschen verspricht. Zwei Infizierte, die Heldin und ihr Hund, setzen sich zur Wehr. So in etwa stellt das Spiel sein Setting vor. Und die namensgebende Bestie ist schuld daran.
Die Reise zur Wurzel allen Übels ist jedoch keine glatte. Tester sind sich darin einig, dass Systeme immer wieder rumpelig werden. Nicht nur laut Eurogamer liegt das an der „chaotischen Wundertüte“ von Ideen und Einflüssen, die dem Spiel zu Grunde liegen. Wie seine Protagonistin finde es erst im Laufe seiner Geschichte langsam selbst, schreibt die Seite weiter.
Die Story gehört dabei zu den Stärken des Titels, unter anderem, weil sie Zwischentöne trifft. Zwischensequenzen wiederum schwanken in der Qualität, moniert Destructoid. Ferner bemängeln Tester ihr Pacing. Zum Ende hin werde einfach in langen Sequenzen schnell zu Ende erzählt, hält unter anderem 4Players fest.
Ein weiteres Highlight sind die Kämpfe mit „eigenen, angenehmen Rhythmus“ (Eurogamer). Sie setzen wie Sekiro auf Parieren als zentrale Technik. Um Schattenseiten kommen auch sie nicht herum. Genannt werden das Fehlen guter Tutorials zum Erlernen der Mechaniken sowie eine erratische Kamera, die das Parieren erschwert und unnötige Tode verursacht. Die Schwierigkeit wird generell aber als eher auf der leichteren Seite beschrieben, zumindest für das Genre. Eine Vielzahl an Combo-Angriffen bietet laut DualShockers sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene Auswahl – und der Hund überzeugt, weil erst die Symbiose beider Helden im Kampf schlagkräftig wird.
Die Erkundung der Welt wirkt auf Tester wiederum bedingt sinnvoll. Aufbau und Durchqueren der Level mittels der Haare (!) der Heldin werden als frisch und spaßig empfunden, Anreize, sich umzuschauen, fehlen jedoch oft. Auch die Umgebung wirke auf Tester eher langweilig und verwirrend, es sei stellenweise nicht klar, was Kulisse und was begehbar sei. Ungeschliffen, nennt 4Players das, The Sixth Axis eine Menge von Systemen, Ideen und Designentscheidungen, die nur „beinahe zusammenpassen“.
Ergebnis dieser wilden Mischung sind ausgeglichene Wertungen auf Steam und 73 Punkte auf Metacritic. Wie hoch die Wertung wird, hängt davon ab, wie sehr ein Test über die Bruchstellen im Spiel stolpert. Im Fazit gleicht sich das Urteil am Ende aber in einem Punkt: Echten Spaß hat jeder gefunden. Nur in der Gesamtbilanz wird daraus entweder eine Mischung aus „gleichzeitig überzeugend und unausgegoren“ (Noisy Pixel) oder ein „fantastisches Action-RPG“ (DualShockers), ein Spiel, das zwischen unfertig, frustrierend und langweilig einerseits und atemberaubend aufregend andererseits schwankt (Eurogamer). Beast of Reincarnation entpuppt sich in der Wertungsschau damit als eines dieser Spiele, die entweder noch reifen müssen oder einen Blick im Sale wert sind.