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FIFA World Cup: Entwickler hat 85 Prozent seiner Belegschaft entlassen - nur 2 Monate nach Release
Kurz nach dem Release des Netflix-Spiels verliert der Großteil der Belegschaft den Job. Grund sind gestrichene Projekt-Budgets der Geldgeber.
Refractor Games hat eine gewaltige Entlassungswelle getroffen. Das Entwicklerstudio zeichnet für Fifa World Cup: Launch Edition verantwortlich. Insgesamt verloren rund 85 Prozent der Belegschaft ihren Job.
Fifa World Cup: Launch Edition erschien am 11. Juni exklusiv für Netflix. Als Publisher fungierte Delphi Interactive. Das Unternehmen wirkte unter anderem auch am kürzlich veröffentlichten 007: First Light mit.
In den vergangenen Tagen teilten betroffene Mitarbeiter die traurigen Nachrichten auf sozialen Netzwerken wie LinkedIn. So schrieb etwa Art Director Barclay Chantel: „Tja, sieht ganz danach aus, als wäre ich wieder auf Jobsuche. Delphi hat bei den Refactor Studios direkt nach dem Release unseres FIFA World Cup-Spiels für Netflix den Stecker gezogen. Die gesamte Belegschaft wurde heute vor die Tür gesetzt. Falls also jemand auf der Suche nach neuen Talenten ist, kann ich euch mit ein paar wirklich großartigen Leuten vernetzen.“
Nach dem Ende der langjährigen Partnerschaft zwischen EA und der FIFA vergibt der Fußballverband seine Lizenzen an verschiedene Partner. FIFA World Cup: Launch Edition war einer der ersten Versuche, die Marke auf der Spieleplattform von Netflix zu etablieren.
Der 3D-Artist und Motion-Capture-Experte Joseph Civitate meldete sich ebenfalls zu Wort: „Refactor Games hat gerade unser gesamtes Studio entlassen, kurz nachdem wir FIFA World Cup: Launch Edition auf Netflix veröffentlicht haben. Viele talentierte, hart arbeitende Leute aus allen Abteilungen mussten gehen – mich eingeschlossen. Das alles passierte nur ein paar Monate nach dem Release unseres Spiels. Die Geldgeber hatten nämlich die Finanzierung für unser nächstes Projekt komplett gestrichen.“
Beiträge wie diese (und einige weitere) ließen zunächst vermuten, dass das Studio seine Pforten komplett schließt. Das ist zwar nicht der Fall, die Einschnitte fallen aber dennoch massiv aus. Studio-Chef Nathan Burba bestätigte im Gespräch mit Gamesbeat, dass das Unternehmen 85 Prozent der Mitarbeiter entlassen hat. Insider Gaming berichtet von insgesamt rund 80 betroffenen Personen. Als Grund nannten die Quellen auch hier gestrichene Budgets. Burba wollte sich gegenüber Gamesbeat jedoch nicht näher zu den genauen Hintergründen äußern.
Eurogamer hat Fifa und Delphi um eine offizielle Stellungnahme gebeten.