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Game of Thrones - George R.R. Martin meldet sich das erste Mal seit Monaten wieder zu Wort und Fans sind ernsthaft besorgt
George R.R. Martin ist mittlerweile 77 Jahre alt. Das Altwerden mache ihm nicht immer Freude, schreibt der Autor auf seinem Blog. Bild: Wikimedia Commons.
Seit mittlerweile über 20 Jahren führt Fantasy-Autor George R.R. Martin seinen Web-Blog Not a Blog. Auf der Plattform teilt der Game-of-Thrones-Schöpfer seine Gedanken, Wasserstandsmeldungen zu seinen Fortschritten am Lied von Eis und Feuer und sogar Einverständniserklärungen für einen erzwungenen Schreib-Aufenthalt auf einer einsamen Insel.
Doch seit über fünf Monaten herrschte zuletzt Stille auf der Plattform; seit dem 19. Februar meldete sich dort nur Martins Angestellte zu Wort. Jetzt ist der 77-Jährige mit einem Update zurück - und das liest sich alles andere als optimistisch. Konkrete Neuigkeiten zu Winds of Winter gibt es nicht, stattdessen berichtet der Autor von Depressionen und den Schwierigkeiten des Altwerdens.
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Unter dem Titel »Besser spät als nie« witzelt der Autor, dass seine Leser ja bereits länger nichts mehr von ihm gehört hätten. Das tue ihm leid. Doch trotz der Hilfe seiner Assistenten falle er in der letzten Zeit mit seiner Arbeit mehr und mehr zurück - wahrscheinlich gilt das auch für Winds of Winter, dem sechsten Game-of-Thrones-Band, der seit mittlerweile 15 Jahren auf Martins Schreibtisch liegt, obwohl der Autor das Buch nicht namentlich erwähnt. In den letzten Monaten sei viel passiert, schreibt Martin.
Einige großartige und aufregende Dinge. Träume, die wahr wurden. Aber es gab auch einige Albträume. Ich habe Freunde verloren. Mit Traurigkeit und Depressionen gekämpft. Das Schlimmste könnte sogar noch bevorstehen. Ich bin letzten September 77 geworden; und ich sage euch: Altwerden ist keine Freude. Aber es gab auch ein paar wirklich schöne Momente. Ich nehme an, so ist das im Leben einfach. Das kennt ihr ja auch aus meinen Geschichten.
Martins Bücher sind tatsächlich ein stetiges Auf und Ab. Mal erleben unsere Helden große Siege, ein paar Seiten weiter verliert ein Lieblingscharakter vielleicht tragisch sein Leben. Es scheint jedenfalls, als würde Martin aktuell eine schwere Zeit durchmachen und hätte mit persönlichen Verlusten fertigzuwerden. Womöglich fällt es dem Amerikaner auch deshalb schwer, fokussiert an The Winds of Winter weiterzuarbeiten - auch wenn das in den letzten 14 Jahren ebenfalls bereits der Fall war.
Die Äußerung, dass das Schlimmste noch bevorstehen könnte, macht Fans aktuell wenig Hoffnung, dass es Martin in absehbarer Zeit besser geht. Auf Reddit drücken viele Fans ihr Verständnis und Mitgefühl für den Autor aus und schildern ihre Gedanken zu Martins Post:
Sportsman180: Ich bin sehr froh, dass er es mittlerweile ernst nimmt, auf seine Gesundheit zu achten. Er hat auch ziemlich abgenommen. Vielleicht bleibt er uns so ja noch ein paar Jahre länger erhalten. Ich hoffe nur, dass es keine Anzeichen eines größeren Problems sind.
TooOnline89: Das war eine kurze, aber erschütternde Lektüre. Es scheint, als mache er eine extrem schwere Zeit durch. Vielleicht liegt es an seiner Gesundheit. Aber er ist verheiratet, und seine Äußerungen über Depressionen und das Alter lassen mich befürchten, dass vielleicht nicht er selbst krank ist. [...] So schlimm es auch ist, wenn die eigene Gesundheit leidet – wirklich schwer fällt es einem erst, wenn geliebte Menschen erkranken. [...] Ich hoffe, es geht ihm gut, und dass er – trotz der gelegentlichen Frustration der Fangemeinde über ihn – weiß, dass er enorm respektiert wird.