// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Israel lehnt Trumps Plan zur Hamas-Entwaffnung im Gazastreifen ab
Es sei ein "historisches Abkommen" zur Entwaffnung der Hamas, betonte US-Präsident Trump vergangene Woche. Nach tagelangem Schweigen erklärt Premier Netanjahu nun, er habe dem Plan nicht zugestimmt. Und auch die Terrororganisation stellt Bedingungen.
Israel sei ein "Entwurf" zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in Sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. "Wir haben nicht zugestimmt." Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu bislang nicht.
Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von Trump gegründeten "Friedensrats". Laut dem Papier soll die Hamas ihre Waffen abgeben, Israels Armee zieht im Gegenzug ihre Soldaten aus dem Gazastreifen ab.
Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung“ der Hamas erreicht. Die Mitteilung wurde allerdings mit Skepsis aufgenommen.
Die Hamas soll der Einigung zufolge ihre Waffen abgeben. Ob und wann das passiert? Unklar.
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Strittig ist offenbar vor allem der genaue Ablauf der Entwaffnung sowie wann und wie sich die israelische Armee im Gegenzug dafür aus dem Gazastreifen zurückziehen soll. Israels Armee werde sich nicht von ihrer "derzeitigen Linie" zurückziehen, ehe die Hamas nicht vollständig entwaffnet sei, sagte Netanjahu in seinem Statement.
Die israelische Armee hat ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf über 60 Prozent ausgeweitet. Premier Netanjahu könnte mit seiner Aussage andeuten, dass Israel nicht bereit ist, sich nun wieder hinter die ursprünglich im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Linie zurückzuziehen, analysiert die Zeitung Times of Israel. Doch der Plan des "Friedensrats" sieht diesen Schritt vor.
"Historisch" nennt US-Präsident Trump das Abkommen zur Entwaffnung der Hamas - aber was genau darin steht und wie es umgesetzt werden soll, ist unklar.
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Die Hamas wiederum machte die Abgabe schwerer Waffen unter anderem vom Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen abhängig. Ob das Vorhaben also umgesetzt werden kann, ist derzeit fraglich.
Netanjahu äußerte indirekt Skepsis, ob sich die Hamas wirklich entwaffnen lasse. Israel werde "diese Annahme des US-Präsidenten - oder seines Teams - begutachten".