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NetHydra 1.1.0: Alles läuft unter dem Benutzer Root
Das Linux-System für Sicherheitsexperten NetHydra zieht im Internet um, nutzt ein neues Versionsnummernschema, wechselt zu Mate und meldet den Nutzer standardmäßig als allmächtigen Root an.
Der Entwickler der Distribution gibt zu, dass diese letztgenannte Entscheidung in der heutigen Zeit als „töricht und vorschnell“ aufgefasst werden könnte. Er habe allerdings NetHydra entlang seiner eigenen Bedürfnisse entwickelt und zudem nie dazu geraten, die Distribution als Arbeitssystem zu verwenden. Er geht weiterhin davon aus, dass die Nutzer von NetHydra wissen, was sie tun.
Einen Grund für die standardmäßige Aktivierung des Root-Nutzers liefert der Entwickler Joe in seiner Ankündigung allerdings nicht. Viele Sicherheitswerkzeuge setzen jedoch Root-Rechte voraus. Ist man standardmäßig mit ihnen unterwegs, vereinfacht sich folglich die Arbeit drastisch.
Mit der Version 1.1.0 alias Leopard ändert sich gleichzeitig das Versionsnummernschema. Zuvor setze sich die Versionsnummer aus der Jahreszahl und einer weiteren Ziffer zusammen. Tatsächlich war geplant, dieses Schema weiterzunutzen und somit am Jahresende NetHydra 2026.4 zu veröffentlichen. Aufgrund der umfassenden Änderungen hat sich der Entwickler jedoch dazu entschlossen, die letzte Version 2026.2 komplett ein- und die neue auf ein anderes Versionsnummernschema umzustellen. Bestehende Anwender sollten zudem nicht via „apt“ ein Update durchführen, sondern die Distribution neu installieren.
Als Desktop-Umgebung kommt in NetHydra 1.1.0 der Mate-Desktop zum Einsatz. Neu an Bord sind die Tools Fluxion, ligolo-ng, chisel und Evilginx2. Abschließend ist das komplette Projekt umgezogen: Der Entwickler bündelt sämtliche seiner Projekte unter der Adresse https://pwnsift.github.io/ — wobei es dorthin derzeit nur NetHunter geschafft hat.
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