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ASUS, Gigabyte und MSI: Neuer Bericht warnt vor Preisanstieg bei Mainboards
Steigende Kosten für Bauteile wie Platinen und Kupfer zwingen die Hardware-Giganten offenbar dazu, Käufer im dritten Quartal deutlich stärker zur Kasse zu bitten.
Die Hersteller ASUS, GIGABYTE und MSI bereiten für das dritte Quartal 2026 offenbar die nächste Preiserhöhung ihrer Mainboards vor.
Das ist einem Bericht der Plattform Board Channels zu entnehmen. Demnach steigen die Preise für Platinen, die in Consumer-Mainboards zum Einsatz kommen, im Laufe des Jahres 2026 um mindestens 50 Prozent.
Board Channels ist ein asiatisches B2B-Forum, das hauptsächlich von Zulieferern, Distributoren und Fabrikmitarbeitern der IT-Branche genutzt wird. Leaks zu internen Produktionskosten, Lieferengpässen oder Preisanpassungen aus diesem Netzwerk erweisen sich in der Regel als äußerst verlässlich.
Analog dazu sollen auch die Kosten für Kupfer, SMD-Kondensatoren, Stromversorgungskomponenten und die passenden Controller-Chips nach oben gehen und sich auf den Preis auswirken.
Es wäre ein weiterer Schlag für den PC-Markt – und nicht nur für den –, der aktuell bereits unter den steigenden Kosten für Arbeitsspeicher und Speichermedien leidet.
Laut Board Channels waren die Hersteller bisher nicht in der Lage, die gestiegenen Kosten in vollem Umfang an die Kundschaft weiterzureichen. Im dritten Quartal sei daher mit einer Anpassung der Händlerpreise durch ASUS, GIGABYTE und MSI zu rechnen, um die eigenen Gewinne und die der Vertriebspartner zu sichern.
Das alles schafft keineswegs Anreize zum Bau eines neuen (Gaming)-PCs. Die steigenden Preise machen ein Upgrade wesentlich teurer als noch vor ein paar Jahren, weswegen es derzeit keinen vernünftigen Grund gibt, um sich intensiv damit zu befassen.
Bei neuen Mainboards steht vor allem die Optimierung der Speicher-Unterstützung im Fokus, doch angesichts der Kostenentwicklung dürfte das die wenigsten hinterm Ofen hervorlocken. Berichten zufolge sind die Produktionsmengen bei HBM-RAM für 2027 bereits ausverkauft, auch bei DRAM soll es Engpässe geben. Anders gesagt: Das ganze Dilemma wird vorläufig nicht besser.