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US Space Force gibt Flatellites für Luftraumüberwachung in Auftrag
Den Luftraum über Gefechtsfeldern sollen Satelliten überwachen. Unter anderem sollen die flachen Satelliten von Rocket Lab diese Aufgabe übernehmen.
Flatellite von Rocket Lab: Satelliten statt Aufklärungsflugzeuge
Die US-Weltraumstreitkraft US Space Force (USSF) hat drei US-Unternehmen mit der Entwicklung und dem Bau von Aufklärungssatelliten beauftragt. Die Satelliten sollen Flugzeuge, Raketen und andere Bedrohungen aus der Luft erfassen und verfolgen.
Das Projekt ist Teil des im April angekündigten Programms Space-Based Airborne Moving Target Indicator (SB-AMTI). Insgesamt 615 Millionen US-Dollar stellt die USSF dafür bereit. Zwei der Auftragnehmer sind Rocket Lab und Systems & Technology Research. Das dritte Unternehmen wurde nicht genannt. Auch die Aufteilung der Gelder ist nur zum Teil bekannt.
So soll Rocket Lab 397 Millionen US-Dollar erhalten, um eine Konstellation seiner flachen Satelliten, Flatellites genannt. Diese Satelliten, die in Serie gefertigt werden sollen, werden unter anderem mit Sensoren und Kommunikationstechnik mit hoher Bandbreite ausgestattet.
Rocket Labs künftige, wiederverwendbare Rakete Neutron soll die Satelliten ins All bringen. Wegen ihrer flachen Form passt eine größere Zahl der Satelliten in die Transportvorrichtung der Rakete. Rocket Lab wird die Konstellation nach eigenen Angaben auch betreiben und dem US-Militär eine „kontinuierliche Echtzeit-Lageerfassung in umkämpften Umgebungen“ zur Verfügung stellen.
Die USSF hat das Programm im April angekündigt. „Jahrzehntelang hat sich das Militär stark auf bodengestützte und luftgestützte Sensoren verlassen, um sich bewegende Ziele in der Luft zu verfolgen. Der Einsatz dieser traditionellen Aufklärungsflugzeuge in stark umkämpften Gebieten wird jedoch zunehmend unpraktikabel, da diese Plattformen neuartigen Risiken ausgesetzt sind“, teilte die USSF damals mit. Künftig sollen deshalb Satelliten vom All Flugzeuge, Drohnen, Marschflugkörper und Raketen sowie potenziell auch Hyperschallflugkörper aufspüren.
Einen ersten, 4,16 Milliarden US-Dollar umfassenden Auftrag hat das US-Militär im Rahmen dieses Programms im Mai an das Raumfahrtunternehmen SpaceX vergeben.
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