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Verkehrsminister will Flüsse wegen niedriger Pegel ausbauen
Die Pegel vieler Flüsse sind historisch niedrig, die Lage für die Binnenschifffahrt kritisch. Deswegen spricht sich Verkehrsminister Bilger dafür aus, die Flüsse auszubauen. Heute will Bilger mit den Ressortchefs der Länder über weitere Maßnahmen beraten.
Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne es nur geben, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme, sagte der CDU-Politiker. "Deswegen brauchen wir einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen."
Der Rheinpegel ist schon jetzt zu niedrig, Schiffe können nur mit einem Drittel der Last fahren.
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Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger und verdiene daher Unterstützung. Er wolle über seine Pläne auch mit Umweltverbänden sprechen, kündigte der Minister an. Naturschützer sehen einen Ausbau der Flüsse kritisch und plädieren stattdessen für lebendige Flüsse.
Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren oder sogar gar nicht mehr fahren können.
Die Wasserknappheit an deutschen Flüssen führt nicht nur zu Problemen bei der Schifffahrt. Ein Überblick.
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Wegen des anhaltenden Niedrigwassers will Bilger heute mit den Ressortchefs der Länder über weitere Maßnahmen beraten. Bei der Schaltkonferenz gehe es etwa um den Umgang mit bestimmten Gütern, die nicht länger in den Häfen gelagert werden könnten, sagte Bilger. Er gehe davon aus, dass es bis mindestens bis Ende August problematisch bleibe.
Versorgungsengpässe sieht der Verkehrsminister derzeit aber noch nicht. "Stand jetzt ist die Versorgung gewährleistet", so Bilger in der Rheinischen Post. Um das Risiko zu senken, müsse aber mehr Güterverkehr von den Wasserstraßen auf Schiene und Straße verlagert werden. Bund und Länder wollten sich über weitere Schritte abstimmen.
Der Deutschen Bahn sprach Bilger ein Lob aus: "Ich bin dankbar, dass die Bahn sich umgehend gekümmert und zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt hat." Dazu gehörten weitere Waggons, deren Zahl noch steigen solle.