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Qwen-KI für Apple Intelligence: Leak stellt Anbindung in Aussicht
Apple arbeitet in China mit alternativen Sprachmodellen, weil die chinesischen Behörden das so wollen. Nun sickerte kurz eine neue Funktion für den Mac durch.
Qwen ist nicht nur in China beliebt. Es stammt von Alibaba.
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Apple hat offenbar vor, Nutzern in China die Verwendung alternativer KI-Systeme für die Sprachassistentin Siri zu ermöglichen – zumindest auf einer Plattform. Das geht aus einem zwischenzeitlich online verfügbaren Supportdokument hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Idee dabei: Mac-Nutzer sollen das Alibaba-Modell Qwen sowohl für Siri als auch die in Apple Intelligence integrierten Schreibwerkzeuge nutzen können. Der Plan ist offenbar, dass Apple besser im boomenden „AI-PC-Markt“ im Reich der Mitte mithalten kann. Zuletzt musste das Unternehmen Analysten zufolge Marktanteilsverluste beim Mac gegenüber Lenovo hinnehmen, wo massiv mit heimischer KI geworben wird.
Bei der angekündigten Funktion handelt es sich offenbar um eine Erweiterung von Apple Intelligence, das in China in den kommenden Wochen auf den Markt kommen könnte. Apple darf in dem Land seine eigenen Modelle aufgrund regulatorischer Vorgaben, die auch mit lokaler Zensur zu tun haben, nicht verwenden, genauso wenig wie das optionale ChatGPT.
Bekannt ist bereits, dass sowohl der E-Commerce- und Cloud-Konzern Alibaba mit Qwen als auch die große Suchmaschine Baidu Techniklieferanten werden. Apple hat im Juli offiziell die notwendige Genehmigung für Apple Intelligence mit diesem Innenleben von der zuständigen Cyberspace-Behörde in Peking erhalten. Aktiviert wurde Apple Intelligence jedoch bislang noch nicht und offizielle Angaben seitens des Konzerns gibt es nicht. Stattdessen bestätigte Alibaba aber die Kooperation.
Apples Supportdokument enthielt den Hinweis, dass die Qwen-Nutzung ab macOS 26.6 möglich ist – das Betriebssystem liegt längst vor. Nutzer müssen eine „Extension“ freigeben und sich in ihren Qwen-Account einloggen, schreibt Reuters. Alibaba bekommt laut Apple keine Trainingsdaten aus der Nutzung durch die Mac-Besitzer, ähnlich wie das Apple auch mit ChatGPT und OpenAI handhabt.
Denkbar ist, dass Apple mit Qwen grundsätzlich ähnlich arbeitet wie in anderen Ländern mit ChatGPT. Dabei bekommt Siri Zugriff auf ChatGPT für umfangreichere Anfragen. Wer mehr möchte, kann sich zusätzlich einloggen und ein bestehendes bezahltes Konto verwenden. Auch bei den Schreibwerkzeugen kann man ChatGPT verwenden. Von Siri AI, Apples deutlich besserer KI, ist in China bislang noch gar keine Rede. Die Chatbot-Siri kommt im Herbst in anderen Ländern auf den Markt – in Europa nicht auf iPhone und iPad.
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