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Five Finger Death Punch beim WoT Metal Fest: Zoltán Báthory über Knucklehead-Commander und virtuelle Kabbeleien
Five Finger Death Punch erobern das Metal Fest: Gitarrist Zoltán Báthory spricht im Interview über Panzer-Erinnerungen und digitale Gefechte.
Das Metal Fest ist in World of Tanks Modern Armor bereits in vollem Gange. Der diesjährige Headliner? Five Finger Death Punch! Viel besser finden Panzer und Metal einfach nicht in einem Videospiel zusammen. Auf einem Festival durfte ich die US-amerikanische Band bereits live erleben und zum Anlass ihrer Kollaboration mit World of Tanks Modern Armor sogar ein wirklich spannendes Interview mit Gründer und Gitarrist Zoltán Báthory führen.
Im ersten Akt des Metal Fest haben Báthory und seine Band frische Inhalte beigesteuert. So etwa eine Handvoll Commander und den FFDP Knucklehead-Panzer. Headliner für dieses digitale Fest sind FFDP bis zum 24. August. Noch habt ihr also nichts verpasst.
Zoltán Báthory ist ein ungarischer Musiker und Kampfsportler. Er ist Mitgründer, Gitarrist und Songwriter der US-amerikanischen Metalband Five Finger Death Punch. Die bekanntesten Songs der Band sind "Wrong side of Heaven", "Bad Company" und "Jekyll and Hyde".
Eurogamer: Zoltán, du hast bereits Erfahrung mit Auftritten in Videospielen. Wie surreal ist es, sich selbst in einem Videospiel zu sehen? Und mitanzusehen, wie andere auf deinen Spielcharakter schießen?
Zoltán: Sowohl World of Tanks Modern Armor als auch Call of Duty waren anfangs streng gehütete Geheimnisse. Bei World of Tanks Modern Armor lag der Fokus mehr auf der Ausrüstung und unserem Maskottchen Knucklehead. Für Call of Duty musste ich dagegen an 15-Stunden-Drehtagen an verschiedensten Locations für Facial- und Motion-Capture-Aufnahmen vor die Kamera. Militärberater und ehemalige Special Operators überprüften dabei jedes einzelne Ausrüstungsteil und jede kleinste Bewegung. Einige dieser Jungs kannte ich bereits von unseren Besuchen auf Militärstützpunkten in Übersee. In gewisser Weise war es also auch ein echtes Wiedersehen.
Als das Spiel dann erschien, erzählten uns die Leute, Call of Duty hätte einen Charakter erschaffen, der mir verdächtig ähnlich sehe. Wir mussten ihnen erklären, dass ich das tatsächlich bin. Wenn mich heutzutage jemand nach einem Autogramm fragt, muss ich erst mal nachhaken: „Band, Call of Duty oder Kampfsport?“ Früher war das viel einfacher. Was das Erschossenwerden angeht: Meine eigene Band hat sich darüber wahrscheinlich mehr gefreut als alle anderen. Sie konnten es kaum abwarten, mich im Spiel über den Haufen zu ballern. Noch lustiger ist vielleicht, dass meine Freundin ebenfalls einen Charakter in Call of Duty hat. Ich schätze, wir sind das einzige Paar auf der Welt, das seine Streitigkeiten gepflegt in einem Videospiel klären kann.
Eurogamer: Wenn du auf all deine Videospiel-Kollaborationen zurückblickst: Was war das Verrückteste, das du je erlebt hast?
Zoltán: Panzer und ich haben eine lange gemeinsame Geschichte. Das Gleiche gilt für Raketenwerfer... aber das ist eine andere Story. Die meisten Leute fahren einen virtuellen Panzer und träumen davon, mal einen echten zu steuern. Bei mir war das genau umgekehrt. Ich bin quasi in der echten Welt der Panzer aufgewachsen – hinter dem Eisernen Vorhang, auf einer Militärbasis. Das erste Mal, dass ich einen echten Panzer steuerte, war ich sechs Jahre alt und saß auf dem Schoß meines Vaters. Ich weiß, das klingt verrückt, aber ich bin in einer völlig anderen Welt aufgewachsen. Wir hatten keine coolen Autos, Videospiele oder gar Reisepässe für andere Länder... dafür aber jede Menge Panzer. Wenn wir damals in den Westen gereist wären, wären da definitiv Panzer im Spiel gewesen.
Eurogamer: Five Finger Death Punch unterstützt Militärveteranen, und einige eurer Songs thematisieren Kriegseinsätze und deren Folgen. World of Tanks Modern Armor macht den Krieg zum Gameplay-Setting. Was denkst du über Krieg in Videospielen?