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Amazon macht Schluss mit MMOs: Lost Ark und Throne and Liberty bekommen neue Hausherren
von Benjamin Mamerow
12. Aug. 2026 |
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Amazon Games war eine Zeit lang fest entschlossen, sich im Segment der großen Online-Rollenspiele zu etablieren. Diese Phase geht jetzt spürbar zu Ende. Schon bei der eigenen Entwicklung „New World“ hatte der Konzern zuletzt den Rückwärtsgang eingelegt, nun trifft es wohl auch die lizenzierten Titel. Sowohl bei „Lost Ark“ als auch bei „Throne and Liberty“ gibt Amazon die Publishing-Rechte sowie den westlichen Live-Betrieb ab. Beide Spiele landen damit wieder dort, wo sie ursprünglich entstanden sind.
Den Auftakt macht Throne and Liberty. Im vierten Quartal 2026 geht die Verantwortung hierfür zurück an NCSoft und das Studio FirstSpark Games, so The Verge. Für alle, die das Spiel gerade aktiv spielen, soll sich am Fortschritt erst mal nichts ändern: Charaktere, Inventar und sämtliche Spieldaten wandern automatisch mit, sofern man dem nicht ausdrücklich widerspricht. Auch an den Plattformen wird nicht gerüttelt, Steam, PlayStation und Xbox bleiben mit Cross-Play weiterhin nutzbar. Neu hinzu kommt lediglich die hauseigene PC-Plattform von NCSoft namens PURPLE, die zusätzlich zur Wahl steht und Cross-Progression mit Steam ermöglicht. Ein kleiner Dämpfer bleibt trotzdem: Amazon weist schon jetzt darauf hin, dass größere Content-Updates während der Umstellungsphase ins Stocken geraten könnten, weil die technische Migration zunächst Priorität hat.
Bei Lost Ark dauert der Übergang noch etwas länger. Erst Anfang 2027 übernimmt das südkoreanische Studio Smilegate den kompletten westlichen Live-Betrieb, dazu zählen Kundensupport, Lokalisierung und der In-Game-Shop gleichermaßen. Auch hier landen die wichtigen Daten wie Charakterfortschritt, Inventar und Kontostand automatisch auf den neuen Servern.
Allerdings gibt es beim Umzug ein paar technische Lücken, über die man Bescheid wissen sollte. Der komplette Chat-Verlauf geht verloren, ebenso In-Game-Nachrichten, Gruppennamen und die persönlichen Notizen in der Freundesliste. Wer noch ein laufendes Abo hat, sollte zudem aufpassen: Diese werden vor dem Wechsel zu Smilegate gekündigt und nicht automatisch übernommen. Amazon hat deshalb den Verkauf von 12-Monats-Abos bereits gestoppt und rät davon ab, in der Übergangszeit noch längerfristige Verträge abzuschließen.
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