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Suno Studio 2.0: KI-Musikplattform wird zur vollwertigen Produktionssoftware
von Benjamin Mamerow
14. Aug. 2026 |
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Suno hat mit Studio 2.0 ein Update veröffentlicht, das der KI-Musikplattform einen ordentlichen Schub in Richtung klassischer Produktionssoftware verpassen soll. Bisher war das Tool ja eher dafür bekannt, Songs aus Textbeschreibungen zu zaubern – jetzt kommen aber Werkzeuge dazu, wie man sie aus gängigen Sequenzer-Programmen kennt. Wer das Update nutzen möchte, braucht allerdings das kostenpflichtige Premier-Abo, denn nur dort steht die neue Version zur Verfügung.
Eine der größten Neuerungen betrifft die MIDI-Integration. Spuren lassen sich nun direkt auf der Timeline importieren, live einspielen und im Nachhinein bearbeiten. Dazu gesellt sich ein hauseigener Wavetable-Synthesizer, der zusätzliche Klangmöglichkeiten eröffnet. Die selbst erstellten MIDI-Clips lassen sich dann sogar als Prompt für neue KI-generierte Audiospuren verwenden. Wer weder Keyboard noch Drumpad zur Hand hat, kann Noten übrigens ganz einfach über die PC-Tastatur eintippen.
Für mehr Bedienkomfort sorgt eine Chat-Leiste, die momentan noch im Beta-Stadium steckt. Über simple Textbefehle lassen sich neue Instrumenten- oder Gesangsspuren anfordern, ganze Sessions aufräumen oder sogar eigene Audio-Plugins bauen.
Bei den Effekten hat sich ebenfalls einiges getan. Neben fest eingebauten Klassikern wie Sidechain-Kompressoren und Convolution Reverb können Nutzer über das Chat-Interface eigene Plugins erstellen. Diese Funktion kostet aktuell keine Plattform-Credits, wobei sich das laut Suno künftig noch ändern könnte. Neu ist außerdem die Parameter-Automation: Lautstärke, Panorama oder einzelne Plugin-Werte lassen sich jetzt über einzeichenbare Kurven zeitlich steuern.
Auch beim Thema Mixing hat sich Suno was einfallen lassen: Das überarbeitete Tool zur Stem Separation trennt Audiomaterial – selbst aus extern importierten Dateien – in einzelne Bestandteile wie Gesang, Schlagzeug oder Bass. Diese lassen sich anschließend frei neu arrangieren. Multitrack-Spuren und Stems lassen sich unbegrenzt herunterladen, und das in einer Auflösung von bis zu 32-Bit / 48 kHz.
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