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BKA und ZIT zerschlagen internationales Betrugsnetzwerk nach Millionenschaden im Online-Banking
von Carsten Knobloch
14. Aug. 2026 |
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Mal wieder ein Schlag gegen die organisierte Cyberkriminalität: Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben ein internationales Betrügernetzwerk aufgedeckt. In Europa wurden drei Tatverdächtige in Spanien und Bulgarien identifiziert, während brasilianische Behörden mit Unterstützung des BKA zeitgleich vier mutmaßliche Netzwerkmitglieder verhaftet und 21 Objekte in sieben Städten durchsucht haben, heißt es in der Meldung.
Der Fall reicht bis in den November 2023 zurück. Damals nutzten die Täter eine kritische Lücke bei einem Zahlungsdienstleister aus, die durch ein fehlerhaftes Softwareupdate im Buchungsprozess entstanden war. Innerhalb eines extrem kurzen Zeitfensters von nur vier Tagen führten sie massenhaft unbefugte Abbuchungen von Konten deutscher Online-Banking-Kunden durch und verursachten einen Gesamtschaden in Millionenhöhe.
Die erbeuteten Gelder schleusten die Drahtzieher über ein komplexes Geflecht zur Geldwäsche. Der Großteil der Schadenssumme wurde nach mehreren Verschleierungsstufen direkt in Brasilien ausgezahlt, kleinere Beträge flossen über Konten in vier europäischen Staaten ab. Die Ermittler werten die sichergestellten Beweismittel aus den Durchsuchungen in Südamerika derzeit aus, um weitere Verfahren in Deutschland voranzutreiben.
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