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Grüne in Sachsen-Anhalt: Hoffnung für die Hoffnungslosen?
Die Grünen haben in Sachsen-Anhalt einen schweren Stand. Parteichef Banaszak tourt durch das Bundesland, um seine Partei in den Landtag zu bringen. Davon könnte abhängen, ob die AfD alleine regieren kann.
"Findet hier heute Abend was statt?" Zwei Frauen mittleren Alters kommen in der Abendsonne auf ihren E-Bikes an. Es ist ein kleiner Biergarten in Burg in Sachsen-Anhalt, die Theke in einem alten Schiffscontainer, die Stühle und Tische hübsch gemacht. "Bier mit Banaszak" heißt die Veranstaltung. Ein entscheidender Wahlkampf für den Grünen-Chef - und ein mühsamer. Außer den organisierenden lokalen Grünen-Mitgliedern ist kurz vor Beginn noch niemand da.
Wenig später kommt Banaszak mit dem "Taxi Banaszak", einem umgebauten Kleinbus mit einem Foto von ihm drauf. Dann steht er mit Mikrofon vor etwa 30 Leuten und versucht das zu vermitteln, was den AfD-kritischen Menschen hier fehlt: Hoffnung. "Hoffnung heißt: Es ist noch nicht entschieden", sagt Banaszak. "Es ist kein Naturgesetz, dass die AfD am Ende 40 Prozent hat." Aktuelle Umfragen sehen die AfD in Sachsen-Anhalt bei mehr als 40 Prozent.
Mit dem Taxi in den Landtag? Grünen-Chef Banaszak tourt durch Sachsen-Anhalt.
Banaszaks Grüne haben in Sachsen-Anhalt einen schweren Stand. Sie stehen in Umfragen bei fünf Prozent, der Einzug in den Landtag ist keinesfalls sicher. Ob die Grünen im Landtag in Magdeburg sind oder nicht, könnte darüber entscheiden, ob die AfD eine Alleinregierung bilden kann.
FAQ
06.08.2026
Umfragen deuten auf ein starkes Abschneiden der AfD hin - und eine schwierige Regierungsbildung.
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Burg liegt eine halbe Stunde vor der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Fassaden saniert, ein alter Schornstein mit Storchennest erstrahlt in der Abendsonne, ein Spielplatz in gutem Zustand. Die Einwohnerzahl ist recht stabil.
Doch die Polarisierung spüren die Grünen seit Jahren. Oft nur unter Polizeischutz konnte die Co-Vorsitzende des Kreisverbands, Friederike Larek, bei der Europawahl 2024 Wahlkampf machen. Die Studentin erlebte damals Hass, wurde angespuckt - und sagt heute achselzuckend: "Man gewöhnt sich dran."
Doch den Landtagswahlkampf jetzt erlebe sie ganz anders. "Wir haben gute Diskussionen. Alles in allem bin ich ziemlich positiv überrascht." Menschen sagten ihr, es sei cool, dass es die Grünen noch gebe. "Sowas tut gut!" In der Bundesgeschäftsstelle der Grünen teilt man den Eindruck: Der Hass nehme ab.