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Spanische Exklave Ceuta: Viele Sicherheitskräfte, Chaos ausgeblieben
Wegen Gerüchten in Sozialen Medien hatten sich Spanien und Marokko auf einen neuen Andrang von Migranten auf Ceuta vorbereitet. Auf marokkanischer Seite gab es zwar Festnahmen - doch das befürchtete Chaos wie Ende Juli blieb bisher aus.
In der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika ist es - anders als befürchtet - nicht zu einem erneuten Massenandrang von Migranten gekommen. Die Lage blieb bislang ruhig, obwohl in Sozialen Medien dazu aufgerufen worden war, die Grenze zu stürmen. Spanien und vor allem Marokko hatten ihre Sicherheitsvorkehrungen deshalb deutlich verstärkt.
Die Behörden beider Länder wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein "außergewöhnliches" Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.
"Es gab ein massives Sicherheitsaufgebot schon seit Tagen - wir haben das gestern auch mit eigenen Augen auf der marokkanischen Seite der Grenze gesehen", berichtete ARD-Korrespondentin Kristina Böker aus Ceuta. Direkt an der Grenze zur spanischen Exklave, aber auch bis in den Ort Fnideq seien zahlreiche Sicherheitskräfte zu sehen gewesen.
Auf der marokkanischen Seite hatten sich Hunderte Migranten versammelt, um einen Weg in die spanische Exklave zu finden. Sie wurden von der marokkanischen Polizei gestoppt. Nach Angaben des Innenministeriums in Rabat wurden 111 Migranten ohne gültige Papiere, überwiegend aus Subsahara-Afrika, festgenommen.
Wie die Nachrichtenagentur EFE berichtet, hatten viele der Festgenommenen Spitzhacken und andere Werkzeuge bei sich, vermutlich um damit den Grenzzaun besser überwinden zu können.
Faktenfinder
14.08.2026
Einige Aufnahmen wurden manipuliert, andere in einen falschen Kontext gestellt.
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Auch Spanien hatte die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. In Ceuta sind inzwischen 880 Beamtinnen und Beamte der Nationalpolizei im Einsatz - 270 mehr als noch Ende Juli. Unterstützt werden sie von rund 2.000 Soldaten und etwa 700 Polizisten der Guardia Civil.
Auch in den Straßen der Stadt gibt es vermehrt Patrouillen. In Ceuta befindet sich noch immer ein kleiner Teil der Migranten, die Ende Juli angekommen waren. Verlässliche Angaben gibt es derzeit nicht, manche Quellen sprechen von 5.000, andere von deutlich mehr.