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Deutscher Spielemarkt: Physische Konsolenspiele behalten laut game-Report die Nase vorn
Der Branchenverband hat aktuelle Zahlen veröffentlicht. Während der PC rein digital dominiert, greifen Konsolenspieler überraschend oft zur Disc.
Der Branchenverband game hat seinen Jahresreport der deutschen Games-Branche 2026 veröffentlicht, in dem man unter anderem auf die Spielgewohnheiten und Umsätze auf dem deutschen Spielemarkt blickt.
Nach Angaben des Reports spielen in Deutschland rund 41,2 Millionen Personen mehr oder weniger regelmäßig. 46 Prozent davon sind Frauen, 79 Prozent sind mindestens 18 Jahre alt und das Durchschnittsalter der deutschen Gamerinnen und Gamer liegt bei 38,3 Jahren.
Die größte Altersgruppe (18 Prozent) machen demnach tatsächlich die über 60-Jährigen aus, gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen (17 Prozent) sowie den Altersgruppen 10 bis 19, 40 bis 49 und 50 bis 59 (jeweils 14 Prozent).
Mit 23,7 Millionen spielt die Mehrheit von ihnen auf dem Smartphone, dicht gefolgt von Spielekonsolen (22,1 Millionen). Mit deutlichem Abstand folgen dann wiederum PC und Laptop (14 Millionen) sowie Tablet (9,9 Millionen).
Der game – Verband der deutschen Games-Branche e.V. vertritt Entwickler, Publisher und E-Sports-Akteure in Deutschland. Er ist zudem Mitveranstalter der Gamescom und veröffentlicht regelmäßig fundierte Marktdaten, um die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie zu untermauern.
2025 verzeichnete der deutsche Games-Markt ein erneutes Wachstum, der Umsatz stieg von 9,010 auf 9,382 Milliarden Euro. Der Großteil davon (4,949 Milliarden) entfällt auf den Bereich Games mit Spielekäufen, In-Game- sowie In-App-Käufen. Dahinter folgt die Hardware mit 3,403 Milliarden Euro, während Online-Gaming-Services (Netzwerk-, Cloud- und Abo-Dienste) 1,031 Milliarden ausmachen.
Dabei stieg der Umsatz mit Mobile-Games um rund drei Prozent auf 2,671 Milliarden Euro, während der Umsatz mit Computer- und Videospielen leicht rückläufig ist und von 5,013 Milliarden auf 4,948 Milliarden sank. Interessant ist hier vor allem auch, dass der Umsatz mit Online-Gaming-Service sich in sechs Jahren mehr als verdoppelt hat. Während es aktuell 1,031 Milliarden Euro sind, waren es 2019 noch 461 Millionen.
Ein aktuell heiß diskutiertes Thema sind angesichts Sonys angekündigtem Aus für PlayStation-Discs natürlich physische Verkäufe. Auch das beleuchtet der Report näher. Demnach wurden 2025 42 Prozent aller Konsolenspiele digital gekauft, das entspricht tatsächlich einem Rückgang um zwei Prozent. Auf dem PC liegt die Zahl wenig überraschend im dritten Jahr hintereinander bei 99 Prozent digitalen Käufen.
Betrachtet man das Ganze mit Bezug auf das Alter etwas genauer, sind digitale Käufe demnach besonders bei der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen beliebt, hier machen sie 82 Prozent aus. Bei allen anderen Altersgruppen liegen die digitalen Käufe in einem Bereich von 60 bis 69 Prozent.