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Gillian Anderson spricht über ihre Liebesbeziehungen zu Frauen
Wann ist ein Mensch eigentlich heterosexuell, wann lesbisch oder schwul, wann bisexuell? Die Begriffe implizieren, dass es möglich sei, sexuelle Orientierungen klar zu trennen. Dass die Realität ganz anders aussehen kann, darüber hat nun Schauspielerin Gillian Anderson, 58, gesprochen. Die Schauspielerin erzählte der »Sunday Times« von einer Beziehung in ihrer Jugend, die sie mit einer Frau führte, sowie von weiteren Erfahrungen mit Frauen – und Problemen, ihre Orientierung für sich selbst zu benennen.
Anderson erzählte dem Blatt, sie sei in einer Highschool in den USA mit einer jungen Frau zusammen gewesen. Sich gemeinsam zu zeigen, das hätten die beiden sich nicht getraut. »Es fühlte sich geheim und verboten und falsch an, und wir mussten es verheimlichen«, sagte Anderson. Ohnehin habe sie, die im Alter von elf Jahren aus London in die USA gezogen war, sich verloren gefühlt, die Atmosphäre beschrieb sie als eng. »Ich passte nicht nur nicht hinein, ich wollte auch gar nicht dazugehören«, sagte sie. »Ich war ein Punk in einer konservativen Stadt.«
Über die Einzelheiten der Beziehung erzählte Anderson nichts – wohl aber über die Probleme, die sie ihr später bereitet hätte. So habe sie später einen männlichen Freund gehabt. »Er erfuhr davon und trennte sich dann von mir.«
Die »Times« fragte die frühere »Akte X«-Darstellerin auch, ob sie sich damals als lesbisch gefühlt habe. »Nein, das habe ich nicht«, so Anderson. Sie habe auch später immer wieder Beziehungen mit Männern geführt, aber auch mit Frauen – und von diesen nie gedacht, dass sie zu einer längerfristigen Partnerschaft führen würden. Für das, was sie sei, hätten ihr schlicht die Worte gefehlt.
Heute, so scheint es, sind der Schauspielerin Fragen der sexuellen Orientierung gar nicht mehr so wichtig: »Die Person, die ich als Lebenspartner betrachte, ist zufällig männlich, aber ich glaube, ich würde genauso empfinden, wenn es eine Frau wäre«, sagte sie. »Ich würde denken: ›Das ist mein Lebenspartner.‹«