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25 Jahre Miniatur Wunderland: "In ganz vielen Menschen schlummern verrückteste Ideen"
Seit 25 Jahren gibt es das Miniatur Wunderland in Hamburg - eine der beliebtesten Touristen-Attraktionen Deutschlands. Doch der Weg dahin sei "wirklich steinig" gewesen, erzählt Mitgründer Frederik Braun im Interview.
Die Formel-1-Rennstrecke in Monaco, Rio de Janeiro oder der Vesuv als ausbrechender Vulkan - all das ist in der Hamburger Speicherstadt im Miniatur Wunderland nachgebaut. Jährlich lockt es mehr als eine Millionen Touristen aus aller Welt an. Dabei gab es zu Beginn viele Zweifel, von denen sich die beiden Gründer Frederik und Gerrit Braun nicht haben beirren lassen. Im August feiern sie 25-jähriges Jubiläum.
ARD-Finanzredaktion: Wenn heute rund 1,5 Millionen Menschen jährlich das Miniatur Wunderland besuchen, da kann man sich kaum vorstellen, dass am Anfang viele gesagt haben, das wird doch sowieso nichts. Aber es gab Gegenwind. Was für Sprüche mussten Sie sich da anhören?
Frederik Braun: Ja, das war verrückt. Es ist ja genau 25 Jahre her, da haben wir eröffnet. Und das Jahr war eigentlich dadurch geprägt, dass jeder gesagt hat: Ist eine nette Idee, aber ... Das ist so typisch deutsch, dass ein "aber" viel prägnanter und viel wichtiger ist.
Man sucht immer das Haar in der Suppe. Ich sage mal, 99 Prozent haben nicht daran geglaubt. Da waren so Sprüche wie: "Gib mir doch das Geld, da ist es besser aufgehoben" oder "Schmeiß' es in den Fleet, dann ist es ja sowieso weg". Das war für mich ganz schön hart zu ertragen, weil ich ja fest daran geglaubt habe.
ARD-Finanzredaktion: Was hat sie denn trotzdem überzeugt, weiterzumachen und zu sagen, wir ziehen es durch?
Braun: Es gab die eine oder andere schlaflose Nacht auf dem Weg zur Eröffnung, klar. Aber am nächsten Morgen war es wieder ganz deutlich für mich sichtbar, das wird was. Und wenn du dann einen Bruder hast, der auch daran glaubt, dann ist das eine unglaubliche Rückendeckung. Auch wenn er anfänglich sicher noch ein bisschen skeptisch war.
Aber letztendlich hatte ich diese Vision im Kopf. Ich hatte die Bilder im Kopf. Ich wusste, dass es nicht diese klassische Modelleisenbahn werden soll, wo einfach Züge im Kreis fahren. Das ist so typisch das alte, verstaubte deutsche Hobby. Ich hatte ja die Bilder im Kopf, dass es eine Lichtsteuerung geben soll, dass fahrende Autos da sein sollten. Dass es eine Welt in klein geben soll, in die alle eintauchen können. Aber der Weg dahin, der war wirklich steinig.
In Deutschland wurden zuletzt mehr als 3.000 Start-ups gegründet - ein neuer Rekord.
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ARD-Finanzredaktion: Was war denn am Ende wichtiger? War es wirklich ein Businessplan mit vielen Analysen und Berechnungen oder einfach die feste Überzeugung von dieser Idee?