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Ukraine greift Moskau mit Hunderten Drohnen an
Die Region Moskau soll mit Hunderten Drohnen angegriffen worden sein. Dabei wurde offenbar erneut ein Wildberries-Lager getroffen. Für massive Verstimmungen sorgt ein Bericht über britische Drohnen für die Ukraine.
Moskau und die umliegende russische Hauptstadtregion sind in der Nacht massiv mit Drohnen attackiert worden. Nach Darstellung des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin flogen 620 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion.
Ein Großteil sei bereits auf dem Weg, etwa 180 Drohnen dann im Raum Moskau von der Luftverteidigung zerstört worden. Der Betrieb der Hauptstadtflughäfen wurde zeitweise eingestellt. Sobjanin teilte nicht mit, ob und wie viele Drohnen ihre Ziele erreichten.
Wildberries, das die Ukraine verstärkt ins Visier nimmt, hat in Russland eine ähnliche Bedeutung wie hierzulande Amazon.
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Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte mit, dass erneut ein Lagerhaus des Logistikkonzern Wildberries getroffen worden sei. Ein durch den Drohnentreffer ausgelöstes Feuer sei bereits wieder gelöscht worden. Zudem seien Wohnhäuser, Geschäfte und ein Kraftwerk beschädigt worden, so Worobjow via Telegram. Details nannte er nicht.
Die Ukraine wirft dem Online-Versandhändler Wildberries vor, russischen Soldaten und der russischen Armee Ausrüstung zu liefern - auch Drohnenbauteile. In den vergangenen Wochen schlugen Drohnen in einer Reihe von Lagerhäusern ein und lösten teils Großbrände aus. Dies schädigt auch kleinere russische Unternehmen, die ihre Waren via Wildberries vertreiben.
Auch Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine auf Angriffe gegen Online-Händler.
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Ein Bericht der Sunday Times hat unterdessen für Verstimmungen zwischen den Regierungen in Moskau und London gesorgt. Die britische Zeitung hatte geschrieben, zwei von britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei Angriffen auf militärische und industrielle Ziele in Russland eingesetzt worden.
Die russische Botschaft in London drohte daraufhin mit "Konsequenzen". Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen.
Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde. Das Vereinigte Königreich steht seit Beginn des russischen Angriffskriegs fest an der Seite der Ukraine.