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Gunz the Duel: Steam-Comeback des Kult-Shooters erntet heftigen Frust wegen KI-Vorwürfen
Nach 20 Jahren bringt Masangsoft den Third-Person-Klassiker zurück. Doch statt purer Nostalgie hagelt es Beschwerden über miese Server, Hacker und Fehler.
Gunz the Duel ist zurück auf Steam! Das kultige Third-Person-Actionspiel feierte ursprünglich 2006 seinen Release. Technische Probleme und Vorwürfe rund um KI-Nutzung überschatten nun jedoch die lang ersehnte Rückkehr dieses wegweisenden Titels.
Ursprünglich entwickelte MAIET Entertainment Gunz the Duel. Jetzt bringt Masangsoft den Titel auf moderne Plattformen. Das Studio arbeitet bereits seit einigen Jahren an dieser Wiederauferstehung. Das sorgte im Vorfeld für einen ordentlichen, organischen Hype unter älteren PC-Spielern, die das Original in bester Erinnerung behielten.
Gunz the Duel erschien 2006 und entwickelte sich schnell zu einem absoluten Kult-Hit im Free-to-Play-Sektor. Berühmt wurde der rasante Third-Person-Shooter vor allem durch sein spezielles Movement-System, das als "K-Style" (Korean Style) bekannt wurde und extreme Reflexe an der Wand erforderte.
Doch als das Spiel am Wochenende auf Steam erschien, prallten diese Erwartungen hart auf die Realität. Eine massive Welle der Kritik überrollte Gunz the Duel. Zum einen plagen den Titel wohl heftige technische Probleme.
"Masangsoft besteht aus einer Truppe talentierter Leute. Sie haben es nicht nur geschafft, ein 20 Jahre altes Spiel zu ruinieren. Sie finden auch ständig neue Wege, es noch schlimmer zu machen", schrieb der User Fizzion. Er führt weiter aus, dass In-Game-Events und Geschenke nicht richtig funktionieren. Zudem weiche das geliebte Gameplay-Gefühl spürbar vom Original ab. Er erklärt: "Wenn ihr auf einen blockenden Gegner einschlagt – selbst wenn ihr den Winkel perfekt trefft –, zuckt oder taumelt dieser fast nie. Das Ganze wirkt extrem inkonsistent."
Andere behaupten, die Entwickler hätten im gesamten Spiel generative KI eingesetzt. Ein entsprechender Hinweis auf der Steam-Seite von Gunz the Duel fehlt jedoch komplett. Ein weiterer Spieler, EclipseRT, schrieb: "Angefangen bei der extrem offensichtlichen KI-Nutzung überall im Spiel, bis hin zu der Tatsache, dass sich [die Entwickler] nicht einmal an die Steam-Richtlinien zur Offenlegung von KI halten. In Matches habt ihr teilweise einen Ping von über 2.000, weil sie ein NAT-Verbindungsproblem offenbar nicht in den Griff kriegen. Alte Bugs aus der Beta tauchen wieder auf. Die Entwickler hüllen sich in Schweigen und ignorieren jegliches Spieler-Feedback komplett. Im vergangenen Jahr hat nicht ein einziger von ihnen im Discord das Wort ergriffen. Es geht schon so weit, dass die Leute anfangen, die Entwickler selbst als KI zu bezeichnen. Ehrlich gesagt kann ich es ihnen nicht einmal verübeln."
Die Unzufriedenheit beschränkt sich nicht nur auf Steam. Auch das Gunz the Duel-Subreddit schwimmt in Beschwerden. Dort tauschen sich Fans des Spiels schon seit über einem Jahrzehnt aus. Offenbar tummeln sich unzählige Hacker im Spiel. Sie stehen einfach herum und stecken keinerlei Schaden ein. Andere kritisieren das langweilige UI, die massiven Netzwerkprobleme und schimpfen über "KI-Müll".
Natürlich müssen wir betonen: Nicht jeder schiebt gerade Frust. Einige Spieler nehmen die Macken von Gunz the Duel locker hin. Sie freuen sich einfach darüber, einen alten Favoriten wieder spielen zu können. Zudem schalteten die Macher die Server zwischendurch für Wartungsarbeiten ab, um die besagten Netzwerkprobleme zu beheben. Vielleicht lösen sich die schlimmsten Fehler für euch also mit der Zeit doch noch in Luft auf.
Trotzdem legte Gunz einen verdammt holprigen Start hin. Wir drücken die Daumen, dass die Entwickler bei Masangsoft das Ruder noch irgendwie herumreißen. Oder dem Spiel zumindest einen fetten Air-Dash von der Wand verpassen.