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Wagenknecht und das BSW: Mit Schlagzeilen in den Überlebenskampf
Vor der heißen Phase des Wahlkampfs in Sachsen-Anhalt versucht vor allem Gründerin Sahra Wagenknecht, mit der AfD ins Gespräch zu kommen. Was geht da vor sich?
Das BSW führt einen politischen Überlebenskampf. Erst vor zweieinhalb Jahren gegründet, folgte einem Höhenflug in ostdeutschen Landtagen das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der vergangenen Bundestagswahl. Und dann, Anfang des Jahres, zerlegte sich die BSW-Fraktion im Landtag von Brandenburg und damit die Regierungsbeteiligung des BSW in Potsdam.
"Das heißt, es übernimmt nur politische Verantwortung in Thüringen", sagt Politikwissenschaftler Benjamin Höhne von der TU Chemnitz: "Und deswegen ist es wichtig für das BSW, in ein weiteres Bundesland einzuziehen. Man macht sich starke Hoffnung, dass das in Sachsen-Anhalt gelingen könnte, und die Zahlen sprechen dafür, dass das nicht ganz unrealistisch ist."
Podcast
08.05.2026
Linda Zervakis schaut mit den ARD-Korrespondentinnen und -korrespondenten hinter die Kulissen der Bundespolitik.
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Auf der Habenseite in Sachsen-Anhalt: Mit mehr als elf Prozent das beste Landesergebnis bei der vergangenen Bundestagswahl - und damit drittstärkste Kraft hinter AfD und CDU.
Heute allerdings: In Wahlumfragen mal knapp drin, mal unter vier Prozent. Die Parteispitze betont die eigene Wichtigkeit in einem Bundesland, in dem die AfD auf mehr als 40 Prozent zusteuert. Die Brandmauer zur AfD sei gescheitert, sagen Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die beiden Parteichefs Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi.
Auch wenn die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft ist und das BSW sich auf der anderen Seite des politischen Spektrums von der Linken abtrennte, sagt Politikwissenschaftler Höhne: "Es gibt tatsächlich viele Schnittmengen zwischen beiden Parteien. Beide kann man als Anti-Establishment-Parteien sehen, die wenig Vertrauen in die etablierten Institutionen haben."
Es ist still geworden um das BSW. Das will das BSW jetzt offenbar mit einem Angebot an die AfD ändern
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Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt - und dem eigenen Einzug dort - will das BSW nicht einfach einen AfD-Ministerpräsidenten mitwählen. Sondern, wenn die absolute Mehrheit für die AfD verhindert wäre, die Idee der Expertenregierung umsetzen. Kein Parteipolitiker, sondern eine allseits respektierte Persönlichkeit würde das Land führen und sich wechselnde Mehrheiten im Landtag suchen.