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Doctor Who: Ex-Autor Mark Gatiss glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr der Serie
Nach dem Absprung von Disney und den Abgängen von Ncuti Gatwa und Russell T. Davies hält der Brite den geplanten BBC-Neustart für sehr unwahrscheinlich.
Der ehemalige Doctor Who-Autor Mark Gatiss glaubt, dass der aktuelle Plan der BBC für einen Reboot der Serie "still und heimlich im Sande verlaufen wird".
Zuletzt wurde die Serie nach den Abgängen von Hauptdarsteller Ncuti Gatwa und Chefautor Russell T. Davies auf Eis gelegt. Auch die Produktionsfirma Bad Wolf aus Großbritannien und der US-Finanzpartner Disney haben dem Projekt den Rücken gekehrt. Aufgrund dessen wurde eine eigentlich für Weihnachten angekündigte Sonderfolge kurzerhand gestrichen.
Mark Gatiss ist ein britischer Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent. Er war als Autor maßgeblich an zahlreichen Episoden der modernen "Doctor Who"-Ära beteiligt und prägte nebenbei gemeinsam mit Steven Moffat als Co-Schöpfer die weltweit erfolgreiche BBC-Serie "Sherlock".
Vor einigen Monaten hatte die BBC bereits erklärt, dass man die Produktionsrechte für Doctor Who ausschreiben möchte, seitdem war jedoch nicht viel zu hören.
Gatiss zieht hier Parallelen zur Vergangenheit der Serie. Sie wurde bereits 1989 abgesetzt und es dauerte dann 15 Jahre bis zur Rückkehr – und es dauerte dann 15 Jahre bis zur Rückkehr, ehe der zweite große Akt der Serie anlief.
"Dass Doctor Who einen 21 Jahre andauernden zweiten Akt hingelegt hat, ist absolut fantastisch", sagt er. "Und dass die Rückkehr vielleicht sogar noch populärer war als der ursprüngliche Lauf ... aber ich glaube, es ist jetzt einfach Zeit für eine Pause. Alle guten Dinge haben nun mal ein Ende."
"Ich finde die Ausschreibung der BBC eine großartige Idee, aber genau an diesem Punkt waren wir schon einmal. Als die Serie 1989 abgesetzt wurde, posaunte die BBC groß herum: 'Wir sind fest entschlossen, Doctor Who durch die 90er zu bringen.' Auch damals schrieben sie die Serie aus. Letztendlich passierte aber einfach gar nichts. Ich habe das Gefühl, dass es diesmal wieder genauso ablaufen wird."
Er glaubt nicht an ein endgültiges Aus des Franchise, aber ebenso wenig an ein schnelles Comeback: "Das klingt jetzt sehr düster, aber es entspricht der Wahrheit. Das ist auch völlig okay. Die Tatsache, dass das Comeback so erfolgreich war, zeigt doch: Die Serie wird wieder zurückkehren. Es bleibt nicht bei diesem einmaligen 26-jährigen [sic] Lauf. Aber vielleicht brauchen wir jetzt einfach eine ordentliche Pause. Man will schließlich, dass die Fans die Serie vermissen. So entsteht Platz für frische Ideen. Wahrscheinlich übernimmt dann jemand das Ruder, der eher mit David Tennant als Doctor aufgewachsen ist als mit Tom Baker."