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The Last of Us Online war kein Nebenprojekt: Naughty Dog leidet unter der Einstellung
Nach dem Aus des Multiplayer-Shooters wechselte das Entwicklerteam zu Intergalactic. Ein Insider erklärt den Release-Stau des PlayStation-Studios.
The Last of Us Online war für das Entwicklerstudio Naughty Dog weit mehr als nur ein simples Nebenprojekt.
Tatsächlich ist es wohl der Hauptgrund dafür, dass das Studio seit 2020 kein brandneues Spiel mehr veröffentlicht hat.
Derzeit arbeitet das Studio zwar an Intergalactic: The Heretic Prophet, doch nach Angaben von Bloombergs Jason Schreier war das Online-Projekt mehr als nur ein Zeitvertreib bis dahin und sollte ein wichtiger Release des Studios werden. Erst nach der Einstellung des Titels sei ein großer Teil des Entwicklerteams zu Intergalactic gewechselt.
Der Multiplayer-Modus "Factions" im ersten The Last of Us galt als absoluter Fan-Liebling. Ein eigenständiger Nachfolger sollte diesen Erfolg massiv ausbauen, wurde aber trotz 80-prozentiger Fertigstellung zugunsten von Naughty Dogs Singleplayer-DNA gestoppt.
Naughty Dogs Problem war, dass man The Last of Us Online nach der Veröffentlichung nicht einfach hätte abhaken können. Der Live-Support hätte Zeit und Ressourcen erfordert und das Studio wahrscheinlich an anderer Stelle ausgebremst. Mit der Einstellung des Projekts ergab sich jedoch der nächste Knackpunkt: Es riss ein gewaltiges Loch in den Release-Kalender von Naughty Dog.
Seit The Last of Us Part 2, das 2020 erschien, hat das Studio nun keinen brandneuen Titel mehr veröffentlicht. Unterdessen wissen wir zu Intergalactic bislang noch nicht viel. Gerüchten zufolge könnte der Titel jedoch frühestens 2027 erscheinen - möglich wäre auch ein Release als Cross-Gen-Titel, abhängig davon, wann die PlayStation 6 auf den Markt kommt.
Die Einstellung von The Last of Us Online wurde jedenfalls von vielen Fans bedauert, da sich der Factions-Modus im ersten Last of Us als recht beliebt erwies. Die Hoffnungen auf ein eigenständiges Projekt, das diesem Vorbild folgt, waren entsprechend groß. Berichten zufolge war das Online-Projekt bereits zu rund 80 Prozent fertiggestellt, bevor man den Stecker zog.